Analyse

Chancen in stürmischen Märkten

Die See wird rauer. Inflation, steigende Zinsen und die unsichere Konjunkturlage bewegen die Börsen. The Market stellt vier Unternehmen am deutschen Aktienmarkt vor, die in diesem anspruchsvollen Umfeld attraktive Perspektiven haben, moderat bewertet sind und die Dividende erhöhen.

Tim Schäfer
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Die Finanzmärkte sind verunsichert. Hartnäckig hohe Inflation und gedämpfte Konjunkturaussichten bereiten den Investoren Sorgen. Praktisch rund um den Globus straffen Zentralbanken die Zinsen. Dieser toxische Cocktail setzt vor allem stolz bewerteten Wachstumsaktien zu.

In den USA zum Beispiel ist der Kurs des Online-Zahlungsdienstes PayPal innerhalb von zwölf Monaten mehr als die Hälfte eingebrochen. Die Aktien des Streaming-Pioniers Netflix büssten im selben Zeitraum nahezu 40% ein. Im deutschen Prime-All-Share-Index sieht das Bild ähnlich aus. Vormalige Highflyer wie Global Fashion Group, Home24, Westwing oder Delivery Hero haben zwischen 60 und 85% verloren.

Wie kann man durch dieses anspruchsvolle Umfeld navigieren und vielleicht sogar von der nervösen Grundstimmung profitieren? An der Börse Frankfurt bietet sich zum Beispiel ein Engagement in den Aktien von Adidas an. Die Valoren des Sportartikelkonzerns haben scharf korrigiert, doch operativ sind seine langfristigen Aussichten intakt. Eine Überlegung wert sind ebenso der Stahlhersteller Salzgitter und die Assekuranzgruppe Hannover Rück.

Gefragt sind in unsicheren Zeiten oft auch Titel von Immobilienunternehmen, die als konservativ gelten und sich durch einen beständigen Geschäftsgang auszeichnen. Mit Grand City Properties stellen wir deshalb auch einen führenden Wohnungsvermieter in Deutschland vor, der auch in London ein beachtliches Portfolio an Liegenschaften bewirtschaftet.

Wie immer bei Investments in Aktien ist natürlich auch bei diesen Namen ein gewisses Risiko im Spiel. Gerade bei Unternehmen aus zyklischen Branchen wie Adidas und Salzgitter sind erhöhte Kursschwankungen in den kommenden Wochen und Monaten nicht ausgeschlossen. Das Quartett, das The Market in der folgenden Analyse präsentiert, zeichnet sich jedoch durch günstige bis moderate Bewertungen aus und besticht mit steigenden Dividenden.

Bild: Fer Nando/Unsplash

Hannover Rück: unterschätzter Weltkonzern

Hannover Rück ist einer der grössten Rückversicherer der Welt. Dennoch fristet der Konzern hinter den Branchenleadern Berkshire Hathaway, Münchener Rück und Swiss Re ein Schattendasein. Das eröffnet Chancen, denn das Unternehmen mit einer Kapitalisierung von weniger als 18 Mrd. € wird an der Börse unterschätzt.

Der Zeitpunkt für ein Engagement erscheint gut. Nachdem der Kurs seit Januar von 181 auf 147 € eingeknickt ist, sind die Aktien von Hannover Rück günstig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2022 beträgt knapp 12. Die Bewertung ist damit leicht tiefer als im Fall von Swiss Re und bewegt sich unter dem Durchschnittswert der letzten drei Jahre von 14,5. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis beziffert sich auf 1,5, was ebenfalls nicht teuer ist.

Für ein Investment in Hannover Rück spricht weiter die ansehnliche Dividende von 5.75 € pro Titel. Stichdatum ist die Generalversammlung am 4. Mai. Die Ausschüttung setzt sich aus einer unveränderten Basisdividende von 4.50 € und einer Sonderzahlung von 1.25 € zusammen, woraus sich insgesamt eine Rendite von 3,9% ableitet.

«Das Signal ist klar», lässt sich CEO Jean-Jacques Henchoz zitieren. «Wir bieten unseren Kapitalgebern, unseren Kunden und unseren Geschäftspartnern Stabilität und Verlässlichkeit in einem unsicheren Umfeld.» Letztes Jahr hat der Konzern die Bruttoprämie von 24,8 auf 27,8 Mrd. € ausgebaut. Das Ergebnis verbesserte sich um 39% auf 1,2 Mrd. €. Die Rendite auf dem Eigenkapital nahm von 8,2 auf 10,8% zu. Für das laufende Jahr prognostizieren Analysten eine Steigerung auf 12,7%.

Unter Umständen kann Hannover Rück sogar von den höheren Zinsen profitieren. 1966 gegründet, ist das Unternehmen zu einem globalen Player herangewachsen, der mit Risiken clever umgeht. Der Konzern beschäftigt heute rund 3'400 Mitarbeitende und ist auf allen fünf Kontinenten präsent. Zu den Kunden zählen beispielsweise Allianz oder Axa. Das Kreditrating ist erstklassig, die Kapitaldeckungsquote gemäss dem Branchenstandard Solvency II ist mit 243% entsprechend solid.

Das Unternehmen hat die Herausforderungen durch die Pandemie letztes Jahr denn auch gut gemeistert. Das Gleiche gilt mit Blick auf die Schäden aus Naturkatastrophen wie den Sturzfluten nach dem Sturmtief «Bernd» in Deutschland oder wie dem Hurrikan «Ida» in den USA. Wie sich 2021 gezeigt hat, wird die Branche angesichts des Klimawandels und immer extremerer Wettereignisse auch fortan gefordert bleiben.

Stabilität gibt vor diesem Hintergrund die Finanzholding Talanx als verlässliche Ankeraktionärin. Sie vertritt die Interessen des Haftpflichtverbands der Deutschen Industrie Versicherung auf Gegenseitigkeit, ist ebenfalls in Frankfurt kotiert und hält eine Beteiligung von leicht über 50% an Hannover Rück. Die Papiere eignen sich daher ideal für eine «Buy and Hold»-Strategie.

Hannover Rück: Kennzahlen

2019 2020 2021 2022 2023
Ertrag, in Mrd. €21.623.226.129.831.4
- Veränderung zum Vorjahr13.9%7.4%12.67.4%5.2%
Ebit, in Mrd. €1.91.21.72.12.5
- Marge8.8%5.2%6.7%7.2%8.0%
Gewinn pro Aktie, in €10.657.3210.2112.2714.37
- Veränderung zum Vorjahr21.2%-31.3%39.5%20.117.1
ROE13.3%8.2%10.8%12.7%13.8%
Dividende pro Aktie, in €5.504.505.756.206.60

Adidas: Sportriese zum Discountpreis

Der Krieg in der Ukraine und Ängste vor einer möglichen Rezession belasten den Kurs von Adidas. Die Aktien des Sportartikelkonzerns aus Bayern sind seit August von 336 auf 201 € abgesackt.

Schlechte Nachrichten scheinen damit zu einem Grossteil eingepreist. Wer langfristig denkt, nutzt den happigen Rücksetzer zum Einstieg, denn mit dem globalen Trend zu Fitness und sportlicher Bekleidung verfügt Adidas über blendende Perspektiven.

Auf Basis der Analystenschätzungen für das nächste Jahr handeln die Titel gemäss dem Datendienst S&P Global Market Intelligence zum wenig anspruchsvollen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17. Das ist ein deutlicher Abschlag gegenüber Konkurrenten wie Puma und Nike, die zu einem KGV von 21 respektive 29 bewertet sind. Für das vergangene Jahr ist eine Erhöhung der Dividende auf 3.30 € je Aktie vorgeschlagen, womit die Titel gut 1,6% rentieren. Für nächstes Jahr wird ein Anstieg der Barausschüttung auf etwa 3.80 € erwartet.

Auf operativer Stufe hat Adidas umgehend auf den Konflikt in Osteuropa reagiert. Im Zug der internationalen Sanktionen hat CEO Kasper Rørsted die rund 500 Filialen in Russland geschlossen, woraus voraussichtlich eine Umsatzeinbusse von bis zu 250 Mio. € entstehen wird. Konzernweit werden für dieses Jahr annähernd 24 Mrd. € an Einnahmen erwartet, womit sich der Schaden jedoch in Grenzen hält. Auch ziehen sich andere Weltmarken wie Levi’s, LVMH, Chanel, McDonald’s, Pepsi, Coca-Cola, Starbucks oder H&M aus Russland zurück.

Hinzu kommt, dass Adidas weiterhin robust expandiert. Wie das Management bei der Bilanzmedienkonferenz vom 9. März in Aussicht gestellt hat, soll sich der Umsatz «trotz erhöhter Unsicherheit» im laufenden Jahr 11 bis 13% verbessern. Für die Bruttomarge wird ein Wert zwischen 51,5 und 52% in Aussicht gestellt, nachdem es letztes Jahr 50,7% waren. Unter dem Strich soll sich aus dem fortgeführten Geschäft ein Gewinn von 1,8 bis 1,9 Mrd. € ergeben, was einer Steigerung zwischen 21 und 27% entspricht.

Vor allem in Europa, Nordamerika und Lateinamerika wächst Adidas mit viel Dynamik. Der Konzern mit Sitz in Herzogenauracher investiert zudem stark in die Präsenz seiner Marke, in das Direct-to-Consumer-Geschäft und in die digitale Transformation generell.

Um das Portfolio zu verschlanken, hat er die strauchelnde Tochter Reebok Anfang März für rund 2 Mrd. € in Cash an die amerikanische Holdinggesellschaft Authentic Brands veräussert. Bis zu 1,5 Mrd. € werden davon über ein Aktienrückkaufprogramm an die Aktionäre zurückgegeben. Mit einem Verschuldungsgrad (Nettoschulden/Ebitda) von lediglich 0,5 ist die Bilanz auch in stürmischen Zeiten wetterfest.

Adidas: Kennzahlen

2019 2020 2021 2022 2023
Umsatz, in Mrd. €23.618.421.223.926.1
- Veränderung zum Vorjahr7.9%-22.0%15.2%12.7%8.9%
Bruttomarge52.0%50.0%50.7%51.8%52.3%
Ebit, in Mrd. €2.70.72.02.63.0
- Marge11.3%4.0%9.4%10.7%11.6%
Gewinn pro Aktie, in €9.702.317.479.6311.68
- Veränderung zum Vorjahr14.8%-76.2%223.3%28.9%21.3%
Dividende pro Aktie, in €-3.003.303.804.60

Salzgitter: Stahlkocher auf dem Weg zum Comeback

Im Vergleich zu Adidas ist Salzgitter noch nicht in Topform. Nach einer Dekade geprägt von Enttäuschungen geht es mit dem Spezialisten für Walzstahl- und Röhrenerzeugnisse aus Niedersachsen jedoch aufwärts. Der Aktienkurs ist in den letzten zwölf Monaten 55% auf 42 € geklettert, wogegen der Dax rund 7% schwächer notiert.

Auch operativ sieht die Performance ansprechend aus. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Salzgitter einen Vorsteuergewinn von knapp 710 Mio. €, das beste Resultat seit 13 Jahren. Zum Vergleich: 2020 fielen noch annähernd 200 Mio. € Verlust an.

Zum Turnaround trug in erster Linie die robuste Entwicklung der Sparten Flachstahl und Handel bei. Darüber hinaus erzielte das Trägersegment trotz deutlich höherer Energiepreise ein starkes Resultat. Auch die Division Technologie konnte den Gewinn deutlich steigern.

Hinzu kam ein Gewinnbeitrag von gut 217 Mio. € durch die Aufwertung der 31%-Beteiligung an Aurubis, dem grössten Kupferkonzern Europas, der sich vorab auf das Recycling des Buntmetalls fokussiert und ebenfalls an der Börse Frankfurt kotiert ist. Demgegenüber stand ein Abschreiber von 235 Mio. € im Geschäftsbereich Mannesmann, der Stahlrohre fertigt.

Entscheidend ist jetzt, ob Salzgitter an die solide Leistung anknüpfen kann. Nach einem «überaus ermutigenden Jahresauftakt sowie der anhaltend starken Ergebnisentwicklung vor allem im Flachstahlbereich» rechnet Konzernchef Gunnar Groebler für 2022 mit einer Umsatzverbesserung von 12% auf knapp 11 Mrd. €. Der Vorsteuergewinn soll sich auf 600 bis 750 Mio. € belaufen. Allerdings ist die Prognosefähigkeit des Managements wegen der hohen Energiekosten und geopolitischer Risiken eingeschränkt.

Als einer der grössten Stahlhersteller Europas verfügt Salzgitter über eine Produktionskapazität von 7 Mio. Tonnen Rohstahl pro Jahr und ist weltweit in 35 Ländern präsent. Zu den Grosskunden zählt Volkswagen. Der Autoriese hat unlängst eine langjährige Kooperation zur Abnahme von Stahl aus CO2-armer Produktion vereinbart. Der Geschäftsbereich Technologie, der letztes Jahr knapp 1,4 Mrd. € zum Umsatz beigetragen hat, umfasst mehrere Spezialmaschinenbauer, darunter einen führenden Hersteller von Abfüll- sowie Verpackungsanlagen für die Getränke-, Food- und Non-Food-Industrie.

Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Stahlbranche ausgesprochen zyklisch ist. Doch obschon die Aktien von Salzgitter in den vergangenen Monaten bereits kräftig Auftrieb verspürt haben, erscheint die Bewertung zum KGV (2023) von 8 nach wie vor wenig ambitioniert. Mit anderen Worten: Salzgitter ist ein Value-Papier.

Das sieht offensichtlich auch das Bauunternehmen GP Günter Papenburg so. Es ist mit einer Beteiligung von 20% zweitgrösster Aktionär nach dem Land Niedersachsen (29%) und baut sein Engagement in den Titeln seit zwei Jahren fortwährend aus. Das Kalkül dürfte unter anderem darauf basieren, dass die Börse Salzgitter momentan nur eine Kapitalisierung von rund 2,3 Mrd. € attestiert. Das liegt deutlich unter dem Buchwert, der per Ende Dezember knapp 3,4 Mrd. € betrug.

Angesicht der ermutigenden Entwicklung auf operativer Stufe erscheint diese Bewertungslücke übertrieben - auch deshalb, weil Investoren mit einer steigenden Dividende rechnen können. Gegenwärtig rentieren die Titel 1,5%.

Spekulationen auf eine vollständige Übernahme des Konzerns durch den Grossinvestor GP Günter Papenburg erscheinen hingegen unrealistisch. Das Land Niedersachsen hält mit seiner Sperrminorität schützend die Hand über den Stahlkonzern, auch um Arbeitsplätze zu sichern.

Salzgitter: Kennzahlen

2019 2020 2021 2022 2023
Umsatz, in Mrd. €8.57.19.811.29.6
- Veränderung zum Vorjahr-7.9%-17.0%37.7%14.8%-14.1%
Ebit, in Mio. €-31-261538835445
- Marge-0.4%-3.7%5.5%7.4%4.6%
Konzerngewinn, in Mio. €-241-277581646311
Gewinn pro Aktie, in €-4.46-5.1310.7411.515.57
Dividende pro Aktie, in €0.000.000.750.640.82

Grand City: Immobilienperle mit feudaler Rendite

Die Aktien von Grand City Properties sind aus zwei Gründen reizvoll: Erstens notieren sie unter Buchwert, zweitens werfen sie eine attraktive Dividende ab. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg vermietet Wohnungen in urbanen Regionen, hauptsächlich in Deutschland. Insgesamt umfasst das Portfolio rund 65’000 Wohneinheiten, wobei der Schwerpunkt auf Berlin, Nordrhein-Westfalen, Dresden/Leipzig/Halle sowie London liegt.

Nach eigenen Angaben offeriert Grand City «guten, bezahlbaren Wohnraum». Renovieren, Instandsetzen, Investieren lautet die Strategie - Schritt für Schritt, vom Keller bis zum Dach. Dadurch gelang es dem Unternehmen, die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter seit 2018 von 6 auf 8.10 € zu erhöhen. In derselben Periode sank der Leerstand von 7,1 auf 5,1%, ein historisches Tief. Der Objektwert je Quadratmeter hat sich von 1’257 auf 2’205 € verteuert.

Diese Verbesserungen sind einer soliden operative Leistung sowie dem allgemeinen Wohnungsmangel zu verdanken. Mit der Explosion der Immobilienpreise kann sich eine Durchschnittsfamilie in Deutschland kaum noch ein Eigenheim leisten. In Grossstädten wie Frankfurt, München, Stuttgart oder Hamburg kosten mittelgrosse Eigentumswohnungen inzwischen 500’000 € und mehr. Mieten ist folglich oft die einzige Alternative, wovon Grand City profitiert.

Die an der Börse zu knapp 3 Mrd. € bewertete Gesellschaft verdiente letztes Jahr 375 Mio. € an Nettomieteinnahmen, was einer leichten Steigerung zu 2020 entspricht. Der Gewinn nahm 37% auf 617 Mio. € zu. Massgeblich dazu beigetragen haben die Neubewertung von Immobilien und Kapitalgewinne von 695 Mio. € (Vorjahr: 343 Mio. €). Der Generalversammlung von Ende Juni wird eine Dividende von 0.834 € je Titel vorgeschlagen. Zum aktuellen Aktienkurs von 17.92 € errechnen sich daraus 4,7% Rendite.

Trotzdem sind die Titel überraschend günstig. Der EPRA Net Disposal Value, der das Eigenkapital eines Immobilienunternehmens in einem Verkaufsszenario konservativ bewertet, belief sich per Ende Dezember auf 23.30 € je Titel, womit der Börsenkurs mehr als 20% tiefer notiert. Grand Properties nutzt den Abschlag für Aktienrückkäufe. So wurden letztes Jahr 7% der ausstehenden Titel für 270 Mio. € vom Markt genommen.

Die Gruppe wird zu 40% von Aroundtown kontrolliert, einem der grössten Immobilienkonzerne Europas, der Wohnungen, Büros und Gewerbeflächen vermietet. Der Gründer von Aroundtown wie auch von Grand City ist der israelisch-zypriotische Milliardär Yakir Gabay. Der 56-jährige Sohn eines Diplomaten begann ab 2004, Immobilien zu Spottpreisen zu kaufen. Dabei schlug er primär in Berlin, Dresden, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Amsterdam sowie Rotterdam zu. Während der Finanzkrise von 2008/09 baute er das Portfolio weiter aus.

Als Immobilieninvestor brachte Gabay so hunderte von Deals unter Dach und Fach. Gemäss dem «Manager Magazin» handelte es sich oft um notleidende Liegenschaften, die er zu einem Zehntel des ursprünglichen Preises erhielt und die sich seither bedeutend aufgewertet haben. Die Assets – Hochhäuser, Plattenbauten, Büros und Hotels – bündelte er dann unter dem Dach von Grand City und Aroundtown. Heute hält er noch rund 10% an Aroundtown, nachdem die Firma Anfang 2020 mit dem kleineren Branchennachbarn TLG fusioniert hat. Sein Vermögen wird vom US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» auf 4,2 Mrd. $ geschätzt.

Grand City Properties: Kennzahlen

2019 2020 2021 2022 2023
Ertrag, in Mio. €560539529549582
- Veränderung zum Vorjahr2.5%-3.8%-1.9%4.7%6.0%
Ebit292297291663605
FFO pro Aktie, in €1.271.271.111.181.24
Gewinn pro Aktie, in €2.302.012.901.171.25
ROE9.3%7.6%8.5%7.5%6.0%
Dividende pro Aktie, in €0.820.820.830.900.94