Analyse

Newmont: die Goldaktie für jedes Portfolio

Der weltgrösste Goldminenkonzern hat sich zu einer gut geschmierten Cashmaschine mit feudaler Dividendenpolitik entwickelt. Entsprechend gross ist das Potenzial, wenn der Goldpreis wieder steigt. Nach dem Kursabschlag eröffnet sich für Contrarian-Investoren eine selten günstige Kaufgelegenheit.

Christoph Gisiger
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Zugegeben, Aktien von Goldminenkonzernen liegen momentan nicht gerade im Trend. Seit das Edelmetall im letzten August ein Rekordhoch markierte, ist sein Preis mehr als 15% auf 1700 $ pro Unze gesunken. Der VanEck Gold Miners ETF, der internationale Branchenleader wie Newmont, Barrick Gold und Newcrest Mining umfasst, hat annähernd 30% verloren.

Doch genau das eröffnet Chancen für Contrarian-Investoren. Die Branche hat in den vergangenen Jahren eine tiefgreifende Veränderung durchlaufen. Kosten wurden gesenkt, Portfolios bereinigt, Bilanzen saniert. Lange für ihren Kapitalverschleiss berüchtigt, verhalten sich Minenkonzerne heute zudem viel freundlicher gegenüber ihren Aktionären, speziell was Dividendenausschüttungen betrifft.

Paradebeispiel dafür ist Newmont. Der weltgrösste Goldförderer hat vor zwei Wochen einen Quartalsabschluss rapportiert, der wenig zu wünschen übrig lässt. Der Gewinn ist 110% auf knapp 860 Mio. $ oder 1.02 $ pro Aktie gestiegen. Der freie Cashflow hat gegenüber der Vorjahresperiode von 775 Mio. $ auf 1,3 Mrd. $ zugenommen. Die quartalsweise ausgezahlte Barausschüttung wurde weiter auf 55 Cent je Aktie erhöht. Auf annualisierter Basis rangiert Newmont mit einer Rendite von 4% unter den Top-50 Dividendenzahlern im S&P 500.

Dennoch haben die Titel an der Börse seit Anfang Jahr fast 7% Terrain eingebüsst. Gemessen am 52-Wochen-Hoch vom letzten Sommer notiert der Kurs mehr als 23% tiefer:

Newmont

Aktienkurs in $
Newmont
VanEck Gold Miners ETF (GDX)
Goldpreis
S&P 500

Dass der Konsens Goldaktien gegenwärtig verschmäht, mag verschiedene Gründe haben. Mit dem Anstieg der Renditen am Bondmarkt haben die Realzinsen angezogen. Sie sind zwar nach wie vor negativ, machen das Halten von Gold als Finanzinvestment relativ zu anderen Anlagen aber weniger attraktiv. Auf den Preis drückt zudem der festere Dollar. Hinzu kommt, dass Zentralbanken zuletzt weniger Gold gekauft haben und Investorengelder aus Edelmetall-ETF abfliessen.

Wie auch immer: Auf lange Sicht bietet der Kursabschlag bei den Aktien von Newmont eine selten günstige Gelegenheit zum Einstieg. Weltweit hat sich das Volumen an Schulden seit der Finanzkrise auf mehr als 200 Bio. $ verdoppelt. In Amerika und Europa ist das Vertrauen in die Regierungen auf dem Tiefpunkt. Seit dem Ausbruch der Pandemie drucken Zentralbanken so viel Geld wie nie zuvor:

Vor diesem Hintergrund würde es nicht überraschen, wenn der Aktienkurs bald neuen Auftrieb verspürt. Als möglicher Katalysator kommt beispielsweise eine neue Auflage im Finanzregelwerk Basel III in Frage. Sie wird im späteren Jahresverlauf umgesetzt und legt fest, dass physisches Gold fortan den Status eines Tier-1-Asset erhält. In den Bilanzen von Banken kommt dem Edelmetall dadurch der gleiche Stellenwert zu wie Bargeld oder vermeintlich «risikolose» Staatsanleihen.

Früher oder später dürfte ebenso Inflation zum Thema werden. Nicht auszuschliessen ist auch, dass die US-Notenbank zu noch extremeren Massnahmen wie einer Kontrolle der Zinskurve greift, wenn die Situation am Bondmarkt weiter eskaliert. Das alles spricht für Gold.

«Unsere Modelle signalisieren, dass der Preis gegen Ende Frühling vermutlich anziehen wird», sagt Heinz Isler, Berater institutioneller Investoren in Genf. «Für Investoren ist der aktuelle Ausverkauf eine einzigartige Opportunität, Gold zu niedrigen Notierungen zu kaufen. Es ist vermutlich der günstigste Moment für mehrere Jahre, denn die fundamentale Ausgangslage stimmt uns enorm zuversichtlich», meint der Rohstoffspezialist mit mehr als fünfzig Jahren internationaler Erfahrung.

Die Aktien von Newmont eignen sich damit praktisch für jedes Depot. Das Traditionsunternehmen aus Denver mit einer Börsenkapitalisierung von 44 Mrd. $ setzt den Standard in Sachen Qualität der Minen, operative Exzellenz und Aktionärsfreundlichkeit. Selbst mit Blick auf ESG-Kriterien ist es die Nummer eins der Branche.

Hier ist der Investment Case für den besten Goldkonzern der Welt:

Cash is king

Wie jedes Bergbauunternehmen sah sich Newmont im vergangenen Jahr wegen der Pandemie mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Rund um den Globus mussten diverse Standorte den Betrieb temporär drosseln oder ganz schliessen, was in der Fördermenge für 2020 zum Ausdruck kommt.

Insgesamt hat Newmont letztes Jahr 5,9 Mio. Unzen Gold aus dem Boden gehoben, 6% weniger als 2019. Doch das ist Vergangenheit. Für das laufende Jahr stellt der Konzern eine Steigerung der Produktion auf 6,5 Mio. Unzen in Aussicht. Unter den grössten Förderern führen die Amerikaner das Feld vor Barrick Gold aus Kanada und AngloGold Ashanti aus Südafrika mit beträchtlichem Vorsprung an:

Bedeutende Goldproduzenten

in Mio. Unzen
2020
2021

Der Goldanteil an Newmonts gesamtem Fördervolumen dürfte sich dieses Jahr gemäss Scotiabank auf knapp 90% belaufen. Weitere 5% entfallen auf Silber. Zink, Kupfer und Blei machen 4, 2 und 1% aus. Zum Vergleich: Beim Rivalen Barrick zum Beispiel beträgt der Goldanteil etwa 85%, Kupfer kommt für den Rest der Fördermenge auf.

«Unser ausbalanciertes Portfolio ist das weltgrösste, was Produktion und Reserven anbelangt», sagte Newmont-CEO Tom Palmer dazu am 18. Februar bei der Präsentation des Quartalsresultats. «Kombiniert mit unserem disziplinierten und integrierten Geschäftsmodell erlaubt uns das, signifikant von einem höheren Goldpreis zu profitieren.»

Einen Vorgeschmack darauf geben die Zahlen zum Geschäftsverlauf. Newmont hat den Fluss an freien Mitteln 2020 auf einen Rekord von 3,6 Mrd. $ gesteigert. In den letzten sieben Jahren war der freie Cashflow konstant positiv, obschon die Branche eine schwierige Phase durchlief:

Newmont: Freier Cashflow

in Mrd. $

Bricht man den freien Cashflow auf die Aktie herunter, wird sofort klar, warum Newmont an der Börse als qualitativ bester Goldwert erachtet wird:

Freier Cashflow pro Aktie

in $
2019
2020

Wie sich der Mittelfluss künftig entwickelt, hängt primär vom Goldpreis ab. Wichtig ist, dass der Konzern dank seiner tiefen Kostenstruktur bereits ab einer Notierung von 1200 $ pro Unze profitabel wirtschaftet. Auf diesem Niveau stellt das Unternehmen über einen Zeitraum von fünf Jahren kumuliert 3,5 Mrd. $ an freiem Cashflow in Aussicht.

Mit jedem Anstieg des Goldpreises um 100 $ je Unze steigt der freie Cashflow ab diesem Niveau dann jährlich um 400 Mio. $. Notiert Gold zum Beispiel auf 1800 $ pro Unze, so resultiert über einen Zeitraum von fünf Jahren ein positiver Fluss an freien Mitteln von insgesamt 15,5 Mrd. $. Bei einem Preis von 2100 $ sind es sogar 21,5 Mrd. $.

In einer Unternehmenspräsentation von Anfang März werden diese Relationen folgendermassen grafisch dargestellt:

Qualität hat Tradition

Dass Newmont in der Minenindustrie eine herausragende Reputation als Cashmaschine geniesst, kommt nicht von ungefähr. Die Wurzeln des Konzerns mit weltweit 14'300 Mitarbeitenden reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück.

Vom amerikanischen Bergbauingenieur und Finanzmagnaten Colonel William Boyce Thompson in New York gegründet, ist die Gesellschaft seit 1921 amtlich eingetragen. Ihre Aktien werden seit 1925 an der Börse gehandelt. Der Name des Unternehmens soll einer Wortkombination aus New York und Montana entstammen; angeblich, weil Thompson in Montana aufwuchs und in New York sein Vermögen machte.

Anfänglich umfassten Newmonts Aktivitäten ein breites Spektrum an Ressourcen: von Gold und Silber über Blei, Zink, Nickel und Kupfer bis hin zu Lithium, Uran, Öl und Gas. In den letzten sechs Jahrzehnten richtete sich der Fokus auf Gold. Ausschlaggebend dafür war Anfang der Sechzigerjahre die Entdeckung des Carlin-Trend-Vorkommens in Nevada, das zum grössten Förderdistrikt Nordamerikas avancierte.

Den grössten Schritt zur Expansion des Portfolios hat Newmont im Januar 2019 gemacht, als der Konzern für 10 Mrd. $ Goldcorp akquirierte. Der kanadische Konkurrent brachte Förderaktivitäten in Kanada, Mexiko und Südamerika in die Gruppe ein, wodurch die weltweiten Reserven von knapp 70 auf über 100 Mio. Unzen Gold stiegen.

Tom Palmer

Tom Palmer

Mit dem Zusammenschluss kam es zu einem Wechsel in der Konzernleitung. Mit dem Australier Tom Palmer löste ein Branchenveteran mit mehr als 25 Jahren Erfahrung Gary Goldberg an der Spitze ab. Der neue CEO hat den Bergbau im Blut: Er stammt aus der Gegend von Broken Hill, New South Wales, dem Geburtsort des Rohstoffriesen BHP. Bereits seine Eltern, Grosseltern und Urgrosseltern waren in der Minenindustrie tätig.

Bevor Palmer den Chefposten antrat, arbeitete er seit 2016 als Chief Operating Officer für Newmont und war bei der Fusion mit Goldcorp massgeblich für die Integration der beiden Unternehmen verantwortlich. Bis 2014 war er für Rio Tinto tätig, wo er im Lauf seiner Karriere verschiedene Aktivitäten im Bereich Bauxit, Aluminium, Kohle, Kupfer und Eisenerz leitete.

Als letzten Oktober Gerüchte zirkulierten, er sei als CEO von Rio Tinto im Gespräch, winkte Palmer dankend ab.

Erstklassige Assets

Dank qualitativ hervorragender Assets und einem reichen Fundus an Knowhow hebt sich Newmont von der Konkurrenz ab.

Das Portfolio der Gruppe besteht aus einem Dutzend Minen, neun Standorte befinden sich gemäss gängigen Kriterien der globalen Bergbaubranche in Top-Gebietskörperschaften. Nach Regionen stammen knapp 55% der Produktion aus Nordamerika. Australien kommt für annähernd 25% auf.

Der Rest teilt sich auf Ghana und Südamerika auf, wo der Konzern in Surinam, Peru und Nicaragua präsent ist:

Geografische Aufteilung der Goldproduktion

in Mio. Unzen
Nevada
Andere Minen in Nordamerika
Südamerika
Australien
Ghana
Prognose (ab 2021)

Den grössten Beitrag liefert mit über 20% der Standort Nevada. Er zeichnet sich durch Eisenerzvorkommen mit hohem Goldgehalt, stabile politische Rahmenbedingungen und eine gute Infrastruktur aus. Seit dem Sommer 2019 wird er in einem Joint-Venture zusammen mit Barrick Gold bewirtschaftet, wodurch jährlich rund 500 Mio. $ an Synergien freigesetzt werden sollen.

Die Zusammenarbeit ist ein Kompromiss nach einem feindlichen Übernahmeangebot für Newmont von Barrick-Chef Mark Bristow. Allein für sich genommen, ist das Nevada Gold Mines genannte Gemeinschaftsunternehmen einer der weltgrössten Goldkonzerne. Es wird operativ von Barrick geleitet, Newmont hält einen Minderheitsanteil von 38,5%.

Ebenso erstklassig ist die operative Leistung. Das zeigt sich mitunter bei den Gesamtkosten, in der Branche als All-In Sustaining Costs (AISC) bezeichnet. 2020 sind sie bedingt durch die Produktionserschwernisse im Zusammenhang mit der Pandemie zwar leicht auf rund 1050 $ pro Unze Gold gestiegen. Damit bewegten sie sich aber nach wie vor deutlich unter dem Goldpreis, was rekordverdächtige Margen ermöglichte.

Im laufenden Jahr sollen sich die Kosten auf 970 $ pro Unze reduzieren. Bis 2024 strebt das Management eine weitere Senkung auf 800 bis 900 $ an, wozu unter anderem die Automatisierung der Förderung am australischen Standort Boddington beitragen soll:

Produktionskosten

All-In Sustaining Costs (ASCI), in $ pro Unze Gold
2019
2020
2021
2022

Ähnlich vorteilhaft sieht das Bild bei Newmonts Reserven aus. Sie beliefen sich per Ende 2020 auf insgesamt 94 Mio. Unzen Gold. Annähernd 90% davon befinden sich in Nord- und Südamerika sowie in Australien. Fortgeschrittene Explorationsprojekte wie die Erweiterung des peruanischen Gold- und Kupfervorkommens in Yanacocha eingeschlossen, beziffert der kanadische Broker Canaccord Genuity den Inneren Wert (NAV) von Newmont zum aktuellen Goldpreis auf annähernd 45 Mrd. $:

Newmont: Innerer Wert (NAV)

in %
Nevada
Andere Minen in Nordamerika
Süd- und Zentralamerika
Australien
Ghana
Exploration

Da in den letzten Jahrzehnten kaum noch grössere Goldvorkommen entdeckt worden sind, ist Newmont wie die meisten grossen Förderer weniger darum bemüht, zu wachsen. Priorität hat stattdessen, abgebaute Reserven kontinuierlich zu ersetzen. Ungefähr zwei Drittel sollen durch Exploration substituiert werden, der übrige Teil durch eine bessere Ausschöpfung bestehender Minen und Akquisitionen.

Auf dieser Basis prognostiziert das Management bis Ende 2030 eine gesicherte Produktion zwischen 6 und 7 Mio. Unzen Gold pro Jahr. In diesem Zeitrahmen dürfte der Kupferanteil an der gesamten Metallförderung gegen 15 bis 20% wachsen. Das könnte sich als zusätzlicher Vorteil erweisen, zumal das Buntmetall zur Forcierung klimafreundlicher Energiequellen wie Sonne und Wind sowie für Elektrofahrzeuge zusehends gefragt ist.

Attraktive Bewertung und Dividende

Wer sich jetzt mit einer langfristigen Perspektive in den Aktien von Newmont engagiert, wird es deshalb nicht bereuen.

Über die letzten fünfzehn Jahre hat sich der Kurs zwar besser gehalten als der Sektor. Dennoch notiert er aktuell etwa auf dem gleichen Stand wie Anfang März 2006. Der Goldpreis hat im Gegensatz dazu fast 120% gewonnen, für den S&P 500 sind es knapp 190%:

Newmont: langfristige Kursentwicklung

Performance seit Mitte 2006, in %
Newmont
VanEck Gold Miners ETF (GDX)
Goldpreis
S&P 500

Über einen Punkt müssen sich Investoren allerdings im Klaren sein: Die Titel reagieren tendenziell weniger stark auf Schwankungen im Goldpreis als die Valoren von Konkurrenten wie Barrick Gold, Agnico Eagle Mines oder Kinross Gold, die ein höheres Risikoprofil aufweisen. Das gleiche gilt im Vergleich zu mittelgrossen Gesellschaften wie Kirkland Lake, Alamos Gold oder New Gold.

Umgekehrt dämpft Newmonts defensiver Charakter Rückschläge bis zu einem gewissen Grad ab, wenn der Goldpreis weiter unter Druck geraten sollte. Für diese relative Stabilität sorgt die kerngesunde Bilanz. Seit 2015 hat der Konzern das Verhältnis von Nettoschulden zum Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen von 1,7 auf 0,1 reduziert - und das in einer Zeit, in der die Verschuldung im US-Unternehmenssektor massiv gestiegen ist.

«Newmonts Cash-Bestand hat sich in den letzten zwölf Monaten von rund 2,5 auf 6 Mrd. $ erhöht», konstatiert Larry McDonald vom Anlageberater «The Bear Traps Report». «Goldminenkonzerne mit einer robusten Bilanz wie Newmont gewinnen unserer Ansicht nach an Attraktivität», fügt er hinzu. Aus diesem Grund hat er gegen Ende Februar eine Position in den Aktien eröffnet.

Erstrangig ist ebenfalls die Ausschüttungspolitik. Im Gegensatz zu anderen Goldkonzernen hat Newmont über die letzten zwanzig Jahre auch in harten Zeiten unterbruchlos eine Dividende ausgezahlt. Für 2020 betrug die Barausschüttung 1.45 $ pro Titel, nachdem es im Vorjahr 56 Cent gewesen waren. Hinzu kam ein Rückkaufprogramm von 1 Mrd. $, das im vierten Quartal abgeschlossen und nun mit einem neuen Programm in gleichem Umfang ersetzt wurde.

Fortan orientiert sich die Dividende am Geschäftsgang. Ab einem Goldpreis von 1200 $ je Unze setzt sie sich aus einem konstanten Grundstock von 1 $ je Titel sowie einer zusätzlichen Ausschüttung zusammen, die 40 bis 60% des freien Cashflows entspricht. Bewegt sich der Goldpreis beispielsweise auf 1800 $, dann steht Investoren eine jährliche Gesamtdividende von 2.20 bis 2.80 $ je Titel in Aussicht. Auf einem Niveau von 2100 $ sind es 2.80 bis 3.70 $ pro Aktie.

Vor diesem Hintergrund ist das Unternehmen bestechend günstig bewertet. Auf Basis der Analystenschätzungen für 2021 handeln die Titel gegenwärtig zum Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 15, Das liegt leicht über dem Schnitt der Branche, ist aber nicht teuer. Der Höchstwert über die letzten zwanzig Jahre belief sich auf 50, das Tief wurde im Frühling 2012 mit 9 markiert. Für den S&P 500 beträgt das KGV gegenwärtig 23.

Umso mehr Kurspotenzial steckt in Newmont, wenn der Goldpreis anzieht. Als einziger Goldförderer im S&P 500 wird der Konzern in diesem Fall zudem davon profitieren, wenn auch das Interesse Institutioneller Investoren am Sektor erwacht.

Kennzahlen

Land Börsenwert Umsatzwachstum Ebit-Marge KGV Rendite
NewmontUSA44,41828,714,64
Barrick GoldKanada34,929,638,8151,8
Newcrest MiningAustralien14,813,233,713,31,8
Agnico Eagle MinesKanada13,725,829,716,12,5
Kirkland LakeKanada978,352,89,12,2
AngloGold AshantiSüdafrika8,425,632,56,52,4
Kinross GoldKanada8,220,542,48,41,9
Gold FieldsSüdafrika7,631,238,17,14,9
Alamos GoldKanada39,531,311,41,3