Risk Barometer

Die Anleger lassen 2019 gut gelaunt ausklingen

Zum Jahresende zeigen sich die Börsianer optimistisch: Im Wochenvergleich hat sich das Risk Barometer von The Market wieder nach oben bewegt.

Sandro Rosa

Auch die letzte ganze Handelswoche des Jahres haben die Börsen mit Avancen beendet. Das in extremis erzielte Phase-1-Abkommen zwischen den USA und China hat für Unterstützung gesorgt.

Der MSCI-Weltaktienindex legte rund 1,4% zu, während die Industrieländer einem Zuwachs von 1,3% verbuchten. Wie bereits in der Woche zuvor zeigten die Schwellenländer mit einem Plus von 1,9% eine besonders starke Performance.   

Noch besser erging es allerdings dem Londoner FTSE 100. Im Wochenvergleich gewann er mehr als 3% – wobei jedoch das schwache Pfund, das auf handelsgewichteter Basis nahezu 2,5% verlor, für Rückenwind sorgte. Der Swiss Market Index gehörte mit einem Anstieg von 2,4% ebenfalls zu den Zugpferden. 

Die erfreuliche Entwicklung der Aktienmärkte liess auch die Anlegerherzen höher schlagen, wie unser Risk Barometer zeigt. Wie vor einer Woche an dieser Stelle vermutet, ist es seit dem vergangenen Montag von rund 51 auf über 60 Punkte geklettert. (Zur Erinnerung: Die Skala des aus neun Indikatoren zusammengesetzten Barometers reicht von 0 bis 100, der langfristige Mittelwert liegt bei 50.)

Nahezu alle Komponenten waren für den Anstieg verantwortlich. Besonders ausgeprägt war die wieder gefundene Risikofreude beim Verhältnis von Put- zu Call-Optionen, das auf ein weniger ausgeprägtes Absicherungsbedürfnis hindeutet, und bei der wöchentliche Umfrage der Privatanlegervereinigung American Association of Individual Investors (AAII).

Diese zeigt einen markanten Anstieg an «Bullen». Die AAII-Umfrage will jede Woche von ihren Mitgliedern wissen, wie sie die Aussichten für amerikanische Aktien über die nächsten sechs Monate einschätzen. Wie die aktuellen Resultate zeigen, erwarten 44,1% der Befragten steigende und lediglich 20,5% fallende Kurse. Die restlichen 35,4% gehen von seitwärts tendierenden Börsen aus. 

Die Optimisten haben momentan also klar die Oberhand. Euphorie herrscht aber noch keine, was einen freundlichen Jahresausklang erwarten lässt.