Das Wichtigste am Morgen

Die Börsen in Asien folgen am Mittwoch den Vorgaben aus den USA und notieren mehrheitlich schwächer. Auch in Europa dürfte die schlechte Stimmung am Aktienmarkt anhalten. Der SMI startet schwächer. Richemont-Aktien gewinnen nach Ankündigung einer Lösung für YNAP.

The Market
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Märkte heute

Asien/Pazifik

  • Nikkei 225 (Tokio): –0,5% 🔴
  • Hang Seng (Hongkong): –1,4% 🔴
  • CSI 300 (China): –2% 🔴
  • Kospi (Seoul): +0,5% 🟢

USA

  • S&P 500 (Futures): –0,2% 🔴
  • Nasdaq 100 (Futures): –0,2% 🔴
  • S&P 500 (Dienstag): –0,2% 🔴
  • Nasdaq 100 (Dienstag): –0,1% 🔴

Europa

  • Euro Stoxx 50 (Futures): –0,2% 🔴

Rohstoffe

  • Gold: 1747.35 $ je Unze, unv.
  • Silber: 19.14 $ je Unze, –0,4% 🔴
  • Öl (Brent): 99.78 $ je Fass, –0,4% 🔴

Alle Kurse Stand 09:05 Uhr MEZ

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Die wichtigsten Nachrichten des Tages

  • Der Luxusgüterkonzern Richemont stärkt seine Onlinestrategie. Onlineriese Farfetch übernimmt 47,5% und der emiratische Investor Mohamed Alabbar 3,5% an der defizitären Tochter Yoox Net-a-porter (YNAP). Die Transaktion soll vorbehaltlich kartellrechtliche Genehmigungen in den kommenden 12 Monaten abgeschlossen werden. YNAP soll dadurch künftig eine neutrale Plattform ohne kontrollierenden Eigentümer sein, die mit dem System von Farfetch operiert. Auch Richemont kann für den Onlineauftritt ihres Segments Maisons die Lösung von Farfetch übernehmen und wird künftig Uhren und Schmuck auch über den Marketplace des Unternehmens anbieten. Die Beteiligung von Richemont YNAP wird im konsolidierten Halbjahresabschluss per Ende September 2022 als held-for-sale klassifiziert. Der Buchwert der Beteiligung wird auf den erwarteten fairen Wert abzüglich der Verkaufskosten abgeschrieben, was den Gewinn belastet. Auf der Grundlage des Aktienkurses von Farfetch schätzt Richemont die Wertminderung auf etwa 2,7 Mrd. €.
  • Der Spezialist für Dichtungslösungen Dätwyler hat den Umsatz im fortgeführten Geschäft im ersten Semester knapp 12% auf 541,6 Mio. Fr. ausgebaut. Organisch lag das Wachstum bei 5,9%. Der operative Gewinn auf Stufe Ebit der fortgeführten Geschäfte sank gut 18% auf 72,5 Mio., die entsprechende Marge um knapp 5 Prozentpunkte auf 13,4%. Darin enthalten sind auch einmalige negative Sondereffekte.
    Unter dem Strich nahm der Gewinn gut 14% auf 57,4 Mio. ab. Damit wurden die Erwartungen der Analysten auf Stufe Umsatz und Gewinn leicht übertroffen, beim Ebit getroffen. Die revidierten Prognosen vom Mai werden bestätigt.
  • Der Sensorenhersteller Sensirion hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2022 um 14,2% auf 164,8 Mio. Fr. gesteigert. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda stieg mit 6,5% auf 48,9 Mio. weniger stark, aber deutlicher als erwartet. Die entsprechende Marge sank somit auf 29,6 von 31,8% in der Vorjahresperiode. Insgesamt sei die Profitabilität laut dem Unternehmen aber weiter überdurchschnittlich und die Auslastung sehr hoch. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 35 Mio. – ein Plus von 0,6%. Sensirion erwartet wegen der Konjunktureintrübung neu ein Wachstum für 2022 von 8 bis 18% gegenüber dem Vorjahr (bisher: 13 bis 27%). Die Margenprognose wird indes mit einer Ebitda-Marge im mittleren Zwanzigerbereich bestätigt. Auch die mittel- und langfristigen Wachstumsperspektiven werden beibehalten.
  • Die Immobiliengesellschaft Allreal hat im ersten Halbjahr ein 3,4% über dem Vorjahr liegendes operatives Unternehmensergebnis von 81,8 Mio. Fr. Inklusive Neubewertungseffekt fiel dieses indes im Vergleich zur Vorjahresperiode mit 82,7 Mio. um 25,7% tiefer aus. Der Neubewertungseffekt blieb mit 1,1 Mio. deutlich hinter dem Vorjahreswert von 41,8 Mio. zurück. Im ersten Halbjahr 2022 gab es keine Veränderungen im Portfolio. Die kumulierte Leerstandsquote blieb im Vergleich zu Ende Jahr 2021 stabil und notierte bei sehr tiefen 1,5%. Für das Geschäftsjahr 2022 erhöht Allreal die Prognose für das Unternehmensergebnis auf 135 Mio.
  • Die Immobiliengesellschaft Swiss Urban Properties hat den Liegenschaftenertrag im ersten Halbjahr um 9,2% auf 13,8 Mio. Fr. gesteigert. Signifikant zugenommen haben ausserdem die Neubewertungseffekte aus Renditeliegenschaften, was aber schon bekannt war. Sie kamen bei 15,1 Mio. nach 10 Mio. im Vorjahr zu liegen. Die Leerstandsquote fiel um 2 Basispunkte auf 2,4%. und lag unter der Zielmarke von 3%. Für das Gesamtjahr ist das Unternehmen positiv gestimmt.
  • Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat das Ergebnis im ersten Halbjahr 6,8% auf 75,9 Mio. Fr. gesteigert. Der Geschäftsertrag nahm dabei vor allem dank der gesteigerten Handelstätigkeit 4,4% auf 241,9 Mio. zu. Das Cost-Income-Verhältnis konnte um 2,3 Prozentpunkte auf 62,8% gesenkt werden. Der Nettoneugeldzufluss belief sich auf 2,5 Mrd. (+5,5%). Die Kundenausleihungen stiegen um 2,7% auf 14,2 Mrd. Die Tier-1-Ratio betrug 18,4%. Im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots hat die LLB ihre Beteiligung an der Bank Linth auf 99,9% erhöht und plant deren Dekotierung bis Ende des Jahres.
  • Die Hotel- und Spitalbetreiberin Aevis Victoria hat den Umsatz im ersten Halbjahr 42,6% auf 584,2 Mio. Fr. erhöht. Die verschiedenen Akquisitionen im Hotel- und Spitalsektor zahlten sich aus. Das organische Wachstum betrug 9,8%. Der vollständige Halbjahresbericht wird am 16. September publiziert.
  • Das Biotechunternehmen Relief Therapeutics strebt eine Zweitkotierung an der amerikanischen Börse an. Es sollen Beteiligungspapiere, so genannte American Depositary Shares (ADS) an der Technologiebörse Nasdaq gelistet werden. Ein entsprechender Antrag an die amerikanische Börsenaufsicht (SEC) wurde eingereicht. Wie viele ADS und zu welchem Preis angeboten und wie sie verteilt werden sollen, ist noch offen.
  • In den USA werden Daten zum Bestellungseingang langlebiger Güter und zu den schwebenden Hausverkäufen publiziert.

Agenda Börse Schweiz

Quelle: Mirabaud

Quelle: Mirabaud