Hinter der Headline

Die Coronavirus-Pandemie in Zahlen

The Market zeigt die tägliche Entwicklung der weltweit gemeldeten Erkrankungs- und Todesfälle mit dem Virus SARS-CoV-2.

Aktualisiert Mark Dittli

Die Coronavirus-Pandemie hält die globalen Finanzmärkte in Atem.

Um den weiteren Verlauf der Pandemie abzuschätzen, ist ein Blick auf die täglich neu bestätigten Erkrankungsfälle aufschlussreich. The Market präsentiert die Daten täglich aktualisiert, basierend auf den offiziellen Veröffentlichungen des European Centre for Disease Prevention and Control.

Die neu bestätigten Erkrankungsfälle ausserhalb Chinas steigen seit dem 21. Februar exponentiell. Am 30. März wurden mehr als 58'000 neue Fälle registriert:

In China hat die Pandemie dagegen bereits Anfang Februar mit gut 3800 Fällen den oberen Wendepunkt überschritten. Seit dem 8. März liegt die Zahl der täglich neu bestätigten Erkrankungsfälle in China meist um 100, in den letzten Tagen allerdings wieder mit marginal steigender Tendenz:

Die folgende Grafik zeigt die kumulierte Anzahl der weltweit gemeldeten Erkrankungsfälle, unterteilt nach China (blau) und ausserhalb Chinas (rot). Per 30. März sind es kumuliert bereits mehr als 715'000 Fälle weltweit:

Um festzustellen, in welchem Umfang sich die Pandemie in Italien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Südkorea, Japan und den USA beschleunigt, zeigt die nächste Grafik die Zahl der täglich neu bestätigten Fälle in diesen sieben Staaten:

Augenfällig ist dabei, wie effektiv die Massnahmen in Südkorea (hellblaue Kurve) und in Japan (violett) zur Eindämmung der Epidemie wirken. Den grössten Zuwachs in absoluten Zahlen verzeichnen derzeit die USA (gelb), während Italien (rot) endlich eine Stabilisierung erreicht hat. Seit dem 22. März werden in den USA jeweils mehr neue Fälle als in Italien gemeldet. Allein am 30. März waren es in den USA mehr als 18'000 neue Fälle.

Achtung: Selbstverständlich dürfen die Länder nicht direkt miteinander verglichen werden, da sie sich in der Bevölkerungszahl stark unterscheiden. Es geht hier um eine reine Feststellung der Trends in den einzelnen Ländern: Wenn sich die absolute Zahl der täglich neu gemeldeten Erkrankungsfälle stabilisiert und danach wieder sinkt, ist das ein Signal, dass der obere Wendepunkt überschritten ist (vgl. Grafik zu den täglichen Erkrankungsmeldungen in China).

Die täglich neu bestätigten Erkrankungsfälle schwanken zum Teil stark. Um ein weiteres Bild über den Trend der Entwicklung zu erhalten, zeigt die folgende Grafik die kumulierte Anzahl Erkrankungsfälle in den untersuchten sieben Staaten:

Italien zeigt Signale einer Verflachung der Kurve. In den USA steigt sie derweil steil an; die Vereinigten Staaten haben am 27. März Italien überholt. Das Land zählt mit mehr als 140'000 jetzt weltweit am meisten Erkrankungsfälle, vor Italien, China und Spanien. Die Schweiz zählt seit dem 26. März mehr Fälle als Südkorea.

Die nächste Grafik zeigt die Zahl der täglich neu bestätigten Todesfälle in China (blau), in der Welt ausserhalb Chinas (rot):

In China (gemäss den offiziellen Daten) liegt die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle seit dem 19. März konstant im einstelligen Bereich.

Die letzte Grafik  gibt einen Überblick über die kumulierte Zahl der bestätigten Todesfälle, ebenfalls unterteilt nach China und ausserhalb Chinas. Per 30. März sind weltweit mehr als 33'000 Todesfälle gezählt:

Anmerkung: Die Statistik des European Centre for Disease Prevention and Control beruht jeweils auf Daten, die bis 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit gemeldet werden. Die Statistik wird täglich um 13 Uhr MEZ aktualisiert. Wer sich für die laufend aktualisierten Zahlen interessiert, findet eine gute Übersicht auf dieser Seite der Johns Hopkins Universität.