Hinter der Headline

Die Covid-19-Pandemie in Zahlen

The Market zeigt die täglich aktualisierte Entwicklung und den Trendverlauf der weltweit gemeldeten Erkrankungs- und Todesfälle mit dem Virus Sars-CoV-2.

Mark Dittli Aktualisiert
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Die Coronavirus-Pandemie hält die globalen Finanzmärkte in Atem.

Um den Verlauf der Pandemie abzuschätzen, ist ein Blick auf die täglich neu bestätigten Erkrankungsfälle aufschlussreich. The Market präsentiert die Daten täglich aktualisiert, basierend auf den offiziellen Veröffentlichungen des European Centre for Disease Prevention and Control.

1. Erkrankungsfälle weltweit

Die erste Grafik zeigt die täglich neu bestätigten Erkrankungsfälle ausserhalb Chinas. Weil die täglichen Daten stark schwanken, zeigt die Grafik auch den rollenden 7-Tages-Durchnittswert. Damit werden die Ausschläge geglättet, und es lässt sich ein Trend feststellen:

Die Zahl der neuen Erkrankungsfälle hält sich schon seit Anfang April hartnäckig auf einem Plateau von rund 80'000 pro Tag, seit Anfang Mai wieder mit deutlich steigender Tendenz.

In China hat die Pandemie bereits Anfang Februar mit gut 3800 Fällen den oberen Wendepunkt überschritten. Seit dem 8. März liegt die Zahl der täglich neu bestätigten Erkrankungsfälle in China meist unter 100:

Die folgende Grafik zeigt die kumulierte Anzahl der weltweit gemeldeten Erkrankungsfälle, unterteilt nach China (blau) und ausserhalb Chinas (rot):

Die folgenden Grafiken zeigen die Zahlen und Trends in ausgewählten Ländern und Regionen. Selbstverständlich dürfen die Länder nicht direkt miteinander verglichen werden, da sie sich in der Bevölkerungszahl unterscheiden. Es geht in der vorliegenden Übersicht primär um eine Feststellung der Trends: Wenn sich die absolute Zahl der täglich neu gemeldeten Erkrankungsfälle stabilisiert und danach wieder sinkt, ist das ein Signal, dass der obere Wendepunkt überschritten ist (vgl. Grafik zu den täglichen Erkrankungen in China).

2. Erkrankungsfälle Europa: Italien, Deutschland, Frankreich

In Europa ist die Pandemie Ende Februar in Italien ausgebrochen und hat sich im Verlauf des Monats März über den Kontinent ausgebreitet.

Die folgende Grafik zeigt den Trend der täglich neu gemeldeten Erkrankungsfälle in Italien, Deutschland und Frankreich, dargestellt mit dem rollenden 7-Tages-Durchschnitt:

In Italien ist seit Ende März, in Deutschland und Frankreich seit Anfang April ein eindeutig sinkender Trend in den neuen Erkrankungen festzustellen. In den vergangenen Tagen sind die Fallzahlen in Frankreich allerdings wieder gestiegen.

Die nächste Grafik zeigt die kumulierte Zahl der Erkrankungsfälle in Italien, Deutschland und Frankreich:

3. Erkrankungsfälle Europa: Schweiz, Österreich, Dänemark

Die folgende Grafik zeigt den Trend der täglich neu gemeldeten Erkrankungsfälle in der Schweiz, Österreich und Dänemark, dargestellt mit dem rollenden 7-Tages-Durchschnitt:

Auch in diesen drei Ländern ist seit Anfang April ein sinkender Trend in den Neuerkrankungen festzustellen. Österreich und Dänemark wurden bewusst als Vergleichswerte für die Schweiz ausgewählt: Wien und Kopenhagen haben beschlossen, ihre Lockdown-Massnahmen schrittweise aufzuheben, und sie liegen damit zwei bis drei Wochen vor der Schweiz. Sollte sich in Österreich oder Dänemark wieder ein steigender Trend zeigen, wäre das ein Warnsignal für die Schweiz.

Zur besseren Veranschaulichung zeigt die nächste Grafik die Situation in der Schweiz anhand der täglich neu gemeldeten Erkrankungen und der 7-Tages-Durchschnittslinie:

Die nächste Grafik zeigt die kumulierte Zahl der Erkrankungsfälle in der Schweiz, Österreich und Dänemark:

Die Verflachung der Kurven ist deutlich erkennbar.

4. Erkrankungsfälle USA

Von den Zahlen her in einer eigenen Liga spielen die USA. Die nächste Grafik zeigt deshalb die Zahl der dort täglich neu bestätigten Erkrankungsfälle, inklusive dem rollenden 7-Tages-Durchschnitt:

Anders als in Europa kann in den USA noch keine eindeutige Trendwende festgestellt werden.

Die nächste Grafik zeigt die kumulierte Zahl der Erkrankungsfälle in den USA:

5. Erkrankungsfälle Asien: Korea, Japan, Taiwan, Singapur

Die folgende Grafik zeigt den Trend der täglich neu gemeldeten Erkrankungsfälle in vier ausgewählten Ländern Asiens: Südkorea, Japan, Taiwan und Singapur, dargestellt mit dem rollenden 7-Tages-Durchschnitt:

In diesen vier Staaten fallen grosse Unterschiede auf:

  • Südkorea hat die Trendwende bereits Anfang März geschafft.
  • In Japan flammte die Pandemie Anfang April wieder auf, doch seit Mitte April sinkt der Trend wieder deutlich.
  • Singapur hatte die Pandemie lange unter Kontrolle, doch ab Mitte April stieg die Zahl der Erkrankungen im Stadtstaat deutlich an. Die Ansteckungswelle breitete sich vor allem in den Unterkünften von Gastarbeitern aus.
  • Taiwan konnte die Pandemie bis anhin äusserst erfolgreich unter Kontrolle halten.

Die nächste Grafik zeigt die kumulierte Zahl der Erkrankungsfälle in Südkorea, Japan, Taiwan und Singapur:

Einen interessanten Überblick über die Entwicklung der Neuerkrankungen in verschiedenen Ländern der Welt liefert diese täglich aktualisierte Grafik des Research-Anbieters Macrobond:

Ein rotes Feld bedeutet jeweils, dass die jüngste gemeldete Zahl über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Tage liegt. Ein grünes Feld bedeutet, dass die aktuellste Zahl unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Tage liegt, die Kurve also abflacht.

6. Todesfälle weltweit

Die nächste Grafik zeigt die Zahl der täglich neu bestätigten Todesfälle in China (blau) und in der Welt ausserhalb Chinas (rot), inklusive rollendem 7-Tages-Durchschnitt:

Die letzte Grafik gibt einen Überblick über die kumulierte Zahl der bestätigten Todesfälle, ebenfalls unterteilt nach China und dem Rest der Welt. Per 31. Mai sind weltweit mehr als 368'000 Todesfälle gezählt:

Anmerkung: Die Statistik des European Centre for Disease Prevention and Control beruht jeweils auf Daten, die bis 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit gemeldet werden. Die Statistik wird täglich um 13 Uhr MEZ aktualisiert. Wer sich für die laufend aktualisierten Zahlen interessiert, findet eine gute Übersicht auf dieser Seite der Johns Hopkins Universität.