Meinung

Der Hype um Chinas neue Digitalwährung

Befürchtungen, dass ein digitaler Yuan die Vormachtstellung des Dollars erschüttern könnte, sind weitgehend unbegründet. Wir sollten uns deshalb nicht um die Auswirkungen auf das globale Finanzsystem Sorgen machen, sondern vielmehr um die Folgen für Chinas Bevölkerung.

Anne Stevenson-Yang
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Der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson hat in einem Gastbeitrag für «Bloomberg News» unlängst vor der bedrohlichen Entwicklung gewarnt, dass China «das Geld der Zukunft» kreiere. Mit seiner Behauptung suggeriert Ferguson, dass der digitale Yuan die virtuelle Innovation einer unaufhaltsamen chinesischen Gelddruckmaschine sei. Mit diesem Unterfangen, so argumentiert er, ziele Peking letztlich darauf ab, die chinesische Währung als internationales Zahlungsmittel zu etablieren und den Dollar als globale Leitwährung zu entthronen.

Lassen Sie es mich klar und deutlich sagen: Eine solche Bedrohung existiert weder in der Gegenwart noch in der Zukunft. Auch in der Vergangenheit gab es sie nie.

Seit Chinas 1979 propagierter «Reform- und Öffnungspolitik» hat die Welt lange darauf gehofft, dass die enorme Abhängigkeit vom Handel und von ausländischen Investitionen das Land dazu zwingen würde, sich an internationale Rechtsgrundsätze anzupassen.

Stattdessen hat die Volksrepublik in den letzten vierzig Jahren mit ihrer expansionsorientierten Handelspolitik Sonderkanäle zu den internationalen Institutionen aufgebaut, die vergleichbar mit dem Übersetzungsprogramm Google Translate beim Besuch eines Marktes in Vietnam sind: Wer die App auf dem Smartphone installiert, kann damit zwar keine tiefgründigen Gespräche mit der Gemüsehändlerin führen. Das Programm reicht aber aus, um sich auf den Preis eines Bündels Tomaten zu einigen.

Chinas Institutionen haben sich seit Ende der Siebzigerjahre kaum verändert. Stattdessen hat Peking in weiter Voraussicht verschiedene Initiativen in den Bereichen Investments, Regulierungen und Öffentlichkeitsarbeit forciert, welche die Asymmetrie zwischen Aussenhandel und internationalen Investitionen verstärkt haben. Anders gesagt: China ist in ausländische Absatzmärkte vorgedrungen, während es seine Wirtschaft durch Protektionismus verteidigt hat.

Leere Versprechungen

Bemerkenswert daran ist, dass China bereits vor einem Jahrzehnt gelobt hat, den Renminbi zu einer international konvertierbaren Währung zu machen. Diese Versprechungen waren Teil des Efforts, dem Renminbi den Status einer Reservewährung beim IWF zu verschaffen. Viele Beobachter glaubten damals, dass internationale Handelstransaktionen fortan vermehrt in Yuan abgewickelt werden würden. Chinas Führung betonte seinerzeit lautstark die Notwendigkeit, den Dollar als Reservewährung zu ersetzen, wenn nicht durch den Yuan, dann durch eine Währung basierend auf IWF-Reserveguthaben (Special Drawing Rights, SDR) oder auf einem vergleichbaren Ansatz.

In den folgenden Jahren bekräftigte Peking wiederholt, dass es den Yuan «zu gegebener Zeit» international konvertierbar machen werde. 2015 begann China dann konkrete Vorbereitungen zu treffen, um seine Währung ins SDR-System zu integrieren. Die Volksrepublik versicherte dabei, den Yuan bis zum formellen Einschluss im Oktober 2016 für den Devisenhandel im Ausland zu öffnen.

Fünf Jahre später ist das noch immer nicht der Fall. China hat nichts unternommen, um die internationale Konvertibilität des Yuan zu erleichtern. Dafür hat es die Debatte um die Internationalisierung seiner Währung unter dem vagen Stichwort «Innovation» in einen Graubereich transferiert, mit noch schwammigeren Hinweisen zur internationalen Verwendbarkeit des Yuan.

Inzwischen hat Pekings Strategie, spezifische Sonderkanäle mit internationalen Institutionen zu etablieren, das Ende ihrer Zweckmässigkeit erreicht. China ist im Begriff dazu, sich von einer breit ausgerichteten Weltgemeinschaft rechtlich, ökonomisch und sozial zurückzuziehen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der digitale Yuan zur Sammlung von Daten über ein kürzlich etabliertes Zahlungsabrechnungs-Monopol, das Peking NetsUnion nennt und das vollständig zentralisiert ist. Das belegt, dass der Trend in Richtung verstärkter Kontrollen zeigt und auf Kosten von Privatunternehmen im Finanzsektor wie Alipay und WeChat Pay geht, die den elektronischen Zahlungsverkehr auf dem chinesischen Festland mit echten Innovationen für die breite Bevölkerung geöffnet haben.

Als die beiden mobilen Plattformen von Alibaba und Tencent aufkamen, leiteten sie Quartal für Quartal Billionen von Renminbi von den Banken in die Brieftasche von Privatunternehmern um. Die Initiative der People’s Bank of China (PBoC), eine digitale Währung zu schaffen, demonstriert nun die Entschlossenheit der chinesischen Regierung, die Vorherrschaft über sämtliche Finanztransaktionen innerhalb der Landesgrenzen zurück zu erlangen.

Der Mythos digitaler Innovation

Das erste fadenscheinige Argument, das man in der Diskussion zum digitalen Yuan kritisch hinterfragen sollte, ist die häufig verbreitete Behauptung, dass die rasche Digitalisierung von Zahlungen in China wundersam innovativ und technologisch imposant sei.

Ferguson wiederholt diese Plattitüde, als ob es der Weisheit letzter Schluss sei: «China hat die Welt auf dem Gebiet des elektronischen Zahlungsverkehrs bekanntlich angeführt. Das, dank den visionären Innovationen von Alibaba und Tencent beim Aufbau ihrer Plattformen Alipay und WeChat», schreibt er in seinem Gastkommentar.

Alipay wurde 2003 nach dem Vorbild des amerikanischen Online-Zahlungsdiensts PayPal gegründet, der bereits fünf Jahre vorher lanciert worden war und sich fest etabliert hatte, als ihn eBay 2002 übernahm. Damals mussten praktisch alle Leute in China noch jeden Monat am Schalter ihrer Bank Schlange stehen, um die Hypothek und die Rechnung fürs Mobiltelefon zu zahlen. Die Reichen schickten ihre Fahrer und Assistenten zum Anstehen.

Zu dieser Zeit existierten in China weder Bankschecks noch Kreditkarten. Es gab vereinzelt Kontokarten, die beim Bezahlen von Waren physisch vorgelegt werden mussten. Die ersten Bancomaten kamen im Jahr 2000 auf. Vier Jahre später besassen bloss 1% der chinesischen Bevölkerung eine Kreditkarte. Für die meisten Chinesen blieb Bargeld zur Bezahlung von Einkäufen die einzige praktikable Option.

Vergleichen wir das mit der historischen Entwicklung in den Vereinigten Staaten:

  • Die ersten Bankschecks wurden 1880 ausgegeben.
  • Zahlungsmarken wie S&H Green Stamps und Eagle Stamps wurden als frühe Versionen zur Förderung der Kundenbindung eingeführt. Sie hatten einen nominalen Geldwert und wurden manchmal anstelle von Cash genutzt, bevor sich Kreditkarten etablierten. Man könnte also sagen, dass diese Zahlungsmarken, welche Tausende von Detailhändlern herausgaben, etwa eine ähnlich grosse Herausforderung für den Dollar darstellten wie heute Bitcoin.
  • Die erste Kreditkarte kam 1950 in den Umlauf. Visa wurde 1976 gegründet, Master Card 1979.
  • Kontokarten wurden 1978 von Banken eingeführt und erlangten in den Neunzigerjahren eine weite Verbreitung.

Anders gefragt: War es im Jahr 2000 für irgendjemanden in den USA nötig, zur Bank zu gehen, um die Stromrechnung zu zahlen oder anderen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen?

In China begann der Durchbruch von Alipay und WeChat Pay mit der Verbreitung von Smartphones. Die beiden Dienste profitieren ebenso von der Tatsache, dass das Oligopol der vier staatlichen Grossbanken praktisch nichts weiter zur Verbesserung des Kundenservice unternahm, als mehr Filialen zu eröffnen.

Zu diesem Zeitpunkt verwendeten amerikanische und europäische Konsumenten kaum noch Bargeld. Dass sich Apple Pay oder Google Pay in der westlichen Welt nicht als dominante Zahlungssysteme durchsetzen konnten, liegt also nicht an mangelnder Innovationskraft. Der Grund dafür ist vielmehr, dass der Bedarf für diese Dienste relativ gering ist. Deshalb können Chinas dominante Plattformen zur elektronischen Zahlungsabwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften auch nicht Fuss fassen.

Banken und Politik

Das zweite problematische Argument in der Debatte um den digitalen Yuan basiert auf der irrtümlichen Behauptung, dass er ein Vorbote für die globale Dominanz Chinas sei; zumindest finanziell, wenn nicht politisch. Ferguson schreibt dazu: «Die Expansion der chinesischen Digitalwährung wird letztlich Amerikas Einfluss auf das globale Zahlungssystem schwächen.»

Hierzu die Fakten: Annähernd 80% der internationalen Zahlungen werden wertmässig in Dollar abgewickelt. Numerisch betrachtet sind es rund 40%. Der Rest entfällt grösstenteils auf den Euro.

Der Renminbi kommt lediglich für 2% auf. Wenn überhaupt, dann schwindet seine globale Bedeutung sogar. Warum? Weil er nicht frei handelbar ist. Versuchen Sie doch einmal, auf Ihre Bank zu gehen und Renminbi für eine Reise nach China zu kaufen. Das ist unmöglich, weil China das nicht will.

Die Regierung in Peking will verhindern, dass Chinas Einwohner nach freiem Willen reale Vermögensanlagen im Ausland mit Renminbi kaufen können. Auch widerstrebt es dem Land, im internationalen Handel mehr Güter zu erwerben, als es verkauft, denn das würde mehr Renminbi verfügbar machen. China will vor allem Dollar anhäufen. Dass chinesische Haushalte eine hohe Sparquote aufweisen - im Prinzip, um Geld zu horten - ist damit eine Spiegelung der Grundhaltung der Staatspartei.

Als Alipay und WeChat Pay aufkamen, hat sich die chinesische Bevölkerung sehr schnell von den Banken abgewendet. Das liegt daran, dass diese einen miserablen Ruf haben, für lange Wartezeiten und unattraktive Zinssätze berüchtigt sind, wenig attraktive Öffnungszeiten haben und man bei der Interaktion mit ihnen vom Angestellten am Kundenschalter bis zum Manager der Filiale wie ein unbedeutendes Staubkorn behandelt wird. Die einfachsten routinemässigen Transaktionen dauern ewig, weil die Angestellten der Bank von einer Reihe von Videokameras ständig observiert werden und nach jeder Eingabe von Informationen ins Computersystem die Genehmigung eines unsichtbaren Aufsehers im Hinterzimmer abwarten müssen.

Für die Kommunistische Partei sind die Banken die wichtigste Instanz zur Kontrolle der Bevölkerung, abgesehen vom politischen Überwachungsapparat. Deshalb ist ihre Funktion zur Observation wichtiger als ihr wirtschaftlicher Zweck zur Erbringung von Finanzdienstleistungen.

Dieser Aspekt darf bei der Diskussion über den Nutzen und die Ziele einer digitalen Währung in China nicht übersehen werden. Mit Alipay und WeChat Pay brauchte es daher auch Privatunternehmen mit ökonomischen Anreizen, um den digitalen Zahlungsverkehr zu etablieren. Sie bauten dazu eine riesige Kundenbasis für ein Netzwerk mit kompatiblen Waren- und Dienstleistungsanbietern auf.

Chinas Regierung blickt auf eine lange Tradition zurück, die harte Arbeit beim Aufbau von Distributionsnetzen an den Privatsektor auszulagern. Der äusserst geringe Spielraum, der Privatunternehmen zu Beginn solcher Reformen gewährt wurde, förderte den Detailhandel mit Waren und Diensten.

Auch in anderen Bereichen der chinesischen Wirtschaft gibt es für diese Strategie Dutzende von Beispielen. Wenn der Privatsektor dann jeweils das optimale Geschäftsmodell herausgefunden hatte und die ersten Unternehmen eine kritische Grösse sowie Profitabilität erreicht hatten, übernahmen staatliche Konzerne ihr Netzwerk.

Genau das passiert jetzt mit dem digitalen Yuan. Die Hauptmotivation der Führungselite hat nichts zu tun mit der Vereinfachung des Zahlungsverkehrs, mit der Steigerung der Effizienz oder mit der Reduktion von Kriminalität. In Wirklichkeit geht es einzig darum, Informationen zu sammeln und - zum aktuellen Zeitpunkt - nach einem ungestümen Jahrzehnt geprägt von einer Laissez-Faire-Haltung die Kontrolle über den Zahlungsverkehr zurückzuerlangen.

Big Brother in Peking

Der Schlüssel zum digitalen Yuan ist das «Big Data»-Zentrum im Kern des neuen Zahlungsnetzwerks. Hier werden persönliche Einkäufe systematisch analysiert und mit demografischen Daten kombiniert, um Profile über die Bürger zu erstellen. In diesem Bereich wird ebenso der Umtausch von Yuan in ausländische Währungen überwacht. Diese Profile werden dann an die staatlichen Sicherheitsbehörden weitergereicht, um Personen ins Visier zu nehmen, die als politisches Risiko eingestuft werden. Ebenso wird man die Daten benutzen, um Personen auf die Schwarze Liste zu setzen.

Hinzu kommen kommerzielle Ziele: Risikoprofile für Kreditgeber, Informationen zu Kaufneigungen für die Werbeindustrie. Alibaba und Tencent haben solche Funktionen nie vollständig entwickelt, teils weil sie ohnehin reichlich Geld erwirtschaften können, teils weil sie nicht auf alle Informationen Zugriff haben, die der chinesischen Zentralbank künftig mit ihrem «Big Data»-Zentrum zur Verfügung stehen werden.

Die People's Bank of China beabsichtigt, zur Erstellung dieser Konsumentenprofile künstliche Intelligenz einzusetzen. Sie weiss damit bald alles über alle. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit werden sich diese Bemühungen möglicherweise zwar als wenig erfolgreich herausstellen. Da es aber weder Transparenz noch einen Schutz der Privatsphäre gibt, kann es trotzdem zu zahlreichen Verletzungen von Persönlichkeitsrechten kommen, selbst wenn das nur aus Versehen, durch Korruption und Missbrauch oder einfach durch technisches Versagen passiert. Das hat sich bereits bei den staatlichen Fichen herausgestellt, die von vielen Leuten eingesehen und abgeändert werden können, aber niemals von der betreffenden Person.

Hinter der Debatte um die Bedeutung des digitalen Yuan verbirgt sich schliesslich auch eine allgemeine Bewunderung für die mythologisierte Technologie, auf der Kryptowährungen basieren. Besonders ältere Menschen neigen oft zu einer ähnlich nachsichtigen Unkenntnis gegenüber dem Krypto-Boom, wie sie diese einer Multizweck-Fernbedienung für den DVD-Rekorder entgegenbringen: Wirklich toll, dass dieses Gerät so viele Funktionen hat. Der Aufwand, sie alle zu erlernen, ist es mir jedoch nicht wert.

Wenn man es genau nimmt, sind die technischen Anforderungen bei Kryptowährungen wie einem digitalen Yuan bloss Nebensache, ähnlich wie die Spezifikationen für Papier und Tinte beim Drucken von Banknoten. Die Technologie sagt nichts darüber aus, welchem Zweck die Währung dient.

Regierungen können Geld ausgeben, weil sie über reale Vermögenswerte wie Land, Rohstoffressourcen, Gebäude sowie militärische Streitkräfte verfügen und echte Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Arbeitslosenunterstützung, Altersvorsorge und Rechts- und Vermögenssicherheit erbringen. Sie setzen die Steuern in ihrer Landeswährung fest, um die Ausgaben dafür zu finanzieren.

Der Yuan, ob in virtuellen Brieftaschen verschlüsselt oder numerisch auf Bankkonten deponiert, ist deshalb nur so nützlich wie die Vermögenswerte und Dienstleistungen des chinesischen Staats.

Anne Stevenson-Yang

Anne Stevenson-Yang ist Mitgründerin von J Capital Research. Die Firma publiziert Investmentanalysen zu kotierten Gesellschaften basierend auf sorgfältigen Recherchen. 2010 in China gegründet, hebt sich J Capital Research speziell durch das fundierte Know-how zum chinesischen Aktienmarkt hervor, befasst sich aber auch mit überbewerteten Unternehmen aus der ganzen Welt. Zuvor hatte Stevenson-Yang in China eine Online-Medienpublikation ins Leben gerufen und eine Firma für Kundensoftware gegründet. Sie hat ausserdem als Analystin sowie Handelsberaterin gearbeitet. Insgesamt hat sie mehr als 25 Jahren Erfahrung in China. 2013 hat sie ein lesenswertes Buch mit dem Titel «China Alone: China's Emergence and Potential Return to Isolation» verfasst. Darin argumentiert sie, dass das Milliardenreich historisch immer wieder Zyklen von Expansion und Rückzug durchläuft.
Anne Stevenson-Yang ist Mitgründerin von J Capital Research. Die Firma publiziert Investmentanalysen zu kotierten Gesellschaften basierend auf sorgfältigen Recherchen. 2010 in China gegründet, hebt sich J Capital Research speziell durch das fundierte Know-how zum chinesischen Aktienmarkt hervor, befasst sich aber auch mit überbewerteten Unternehmen aus der ganzen Welt. Zuvor hatte Stevenson-Yang in China eine Online-Medienpublikation ins Leben gerufen und eine Firma für Kundensoftware gegründet. Sie hat ausserdem als Analystin sowie Handelsberaterin gearbeitet. Insgesamt hat sie mehr als 25 Jahren Erfahrung in China. 2013 hat sie ein lesenswertes Buch mit dem Titel «China Alone: China's Emergence and Potential Return to Isolation» verfasst. Darin argumentiert sie, dass das Milliardenreich historisch immer wieder Zyklen von Expansion und Rückzug durchläuft.