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Argentinische Staatsschulden: Und täglich grüsst das Murmeltier

«Diesmal ist es anders» für Argentiniens jüngste Staatsschuldenkrise – aber nicht auf gute Weise. Das aktuelle Dilemma kommt knapp ein Jahr nach einem Rekord-Rettungsabkommen mit dem Internationalen Währungsfonds, was weitere Entlastungen noch schwieriger machen könnte als bisher.

Im Auftrag von Legg Mason

Die jüngste Phase der Probleme Argentiniens wurde durch die entscheidende Niederlage der Partei von Präsident Mauricio Macri in den Vorwahlen vom 11. August ausgelöst, in denen sie über 15 Prozentpunkte zurücklag. Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Spannungen ist die dem Ergebnis zugrunde liegende Unzufriedenheit nicht überraschend.

Die Märkte sind dagegen eindeutig geschockt von der Aussicht auf eine mögliche Rückkehr zu einer «Kirchner»-Politik, falls Macris Partei verlieren sollte. Diese Politik, inklusive der Beschränkungen von Kapitalflüssen und Importen, hatte dazu beigetragen, Argentiniens Zahlungsausfall im Jahr 2014 zu verstärken.

Hundertjährige sind politikverdrossen

<sup>Quelle: Bloomberg, Stand: 20. August 2019. <strong>Die vergangene Wertentwicklung stellt keine Garantie für zukünftige Ergebnisse dar.</strong> Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition wider</sup>

Quelle: Bloomberg, Stand: 20. August 2019. Die vergangene Wertentwicklung stellt keine Garantie für zukünftige Ergebnisse dar. Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition wider

Die Parlamentswahlen finden voraussichtlich am 27. Oktober 2019 statt.

Brandywine Global weist jedoch darauf hin, dass Argentinien hinsichtlich der Währungsreserven – mit dem 1,4-Fachen seiner gesamten Geldmenge oder dem Gegenwert von vollen 13 Monaten an Importen – gut positioniert ist. Dies deutet darauf hin, dass die aktuelle Krise an den Finanzmärkten übertrieben – oder unnötig – sein könnte, falls die Wahl den Amtsinhaber Macri letztlich doch bestätigen sollte.

Wertentwicklung der US-Treasuries: Kann irgendjemand mithalten?

Abgesehen von den Sorgen um die Zinskurve und die Rezession zeigt ein Blick auf die Gesamtrendite des Rentenmarktes im Jahr 2019 Bewegungen von bemerkenswertem Ausmass.

Die Treasuries als Gruppe haben allein seit Ende Juli über 10,5% zugelegt [1]. Damit beträgt das Plus für das laufende Jahr knapp 8%.

Die Gewinne bei Anleihen in fast allen Sektoren der US-Festverzinser werden natürlich durch die Suche nach immer knapper werdenden Erträgen und durch starke Unterschiede bei den verfügbaren Renditen getrieben. Die Renditen der 5-jährigen US-Treasuries, die derzeit bei 1,421% liegen, übertreffen die deutschen 5-jährigen Renditen mit -0,913% deutlich. Die einzigen positiven Renditen in Europa auf diesem Laufzeitniveau sind in Grossbritannien (0,365%), Italien (0,798%) und Griechenland (1,115%) zu finden. Die Suche nach positiven Renditen ist aktuell der mit Abstand wichtigste Aspekt im Markt für Staatsanleihen.

Im Abseits: Renditen von auf Euro lautenden Unternehmensanleihen

Am 13. August 2019 fiel die Rendite einer auf Euro lautenden Nestlé-Anleihe mit einer Laufzeit von rund zehn Jahren (November 2029) unter null Prozent [2]. Bis zum 20. August folgten drei weitere Unternehmen – Airbus mit Laufzeitende Oktober 2029, Walmart mit September 2029 und Sanofi mit März 2030.

Wenn diese Marktbedingungen bestehen bleiben, wird es für Unternehmen immer schwieriger, einer Verschuldung in Euro zu widerstehen - was letztlich als Gegengewicht zu den sinkenden Renditen dienen könnte, sofern die Aktivität gross genug wird.

[1] Quelle: Bloomberg, Stand: 20. August 2019, basierend auf dem Bloomberg Barclays U.S. Treasury Index.

[2] Nestle Finance International Ltd, Sanofi 1 3/8 mit Laufzeit 3/2030, Airbus 2 1/8 mit Laufzeit 10/2029, Walmart 4 7/8 mit Laufzeit 9/2029