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Der Euro: Bereit für einen Rebound?

Auf Dollar lautende Vermögenswerte verzeichneten im vergangenen Jahr eine solide Aufwertung – ebenso wie der Dollar selbst[1]. Die Wirtschaftsnachrichten für den Berichtszeitraum für die USA fielen denn auch weitgehend positiv aus. 

Im Auftrag von Legg Mason

[1] Zwischen dem 21. Mai 2018 und dem 21. Mai 2019 ist der Dollar gegenüber einem Korb anderer Währungen um 4,74% gestiegen; der Bloomberg Barclays U.S. Aggregate Bond Index ist im gleichen Zeitraum um 6,35% gestiegen.

Im Gegensatz dazu hat der Euro gegenüber anderen Hauptwährungen stetig an Wert verloren, ebenso wie das von der Brexit-Diskussion belastete britische Pfund im vergangenen Jahr.

Doch trotz des schwächelnden Wachstums und der nahe an Null liegenden Zinsen in der Eurozone gibt es Gründe, die für eine Erholung des Euros sprechen – sowohl auf Grundlage der Fundamentaldaten als auch der konträren Stimmung.

Nettoauslandsinvestitionen der Eurozone, 1999 – 2018

<em>Chart mit freundlicher Genehmigung von Brandywine Global.</em> Quelle: Macrobond, Stand: 31. Dezember 2018.<strong> Die vergangene Wertentwicklung stellt keine Garantie für zukünftige Ergebnisse dar.</strong> Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition wider.

Chart mit freundlicher Genehmigung von Brandywine Global. Quelle: Macrobond, Stand: 31. Dezember 2018. Die vergangene Wertentwicklung stellt keine Garantie für zukünftige Ergebnisse dar. Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition wider.

Wie von Brandywine Global festgestellt, weist die Eurozone derzeit einen Leistungsbilanzüberschuss auf, d.h. es wird mehr gespart als investiert. Über die Jahre haben diese wiederkehrenden Überschüsse dazu beigetragen, die Position der Nettoauslandsinvestitionen der Region zu verbessern und könnten diese Nettoposition in einen positiven Bereich bringen. Dies wiederum würde es der Eurozone ermöglichen, zu einem Nettokapitalgeber für den Rest der Welt zu werden, was im Laufe der Zeit zu einer erhöhten Nachfrage nach auf Euro lautenden Vermögenswerten und damit nach der Währung selbst führen würde.

Dies sind Trends, deren Entwicklung Jahre dauern würde und die den Euro kurzfristig kaum stärken sollten. Aber angesichts der zutiefst negativen Stimmung von heute könnten selbst marginale Verbesserungen die Voraussetzungen für eine Erholung schaffen, der schliesslich der fundamentale Trend folgt.

Im Aufschwung: «Green» Bonds

Die jüngste Emission von 6 Mrd. € (6,7 Mrd. $) 20-jähriger «grüner» Anleihen durch die mit AAA bewerteten Niederlande stiess auf eine starke Nachfrage; die Emission traf auf mehr als 21 Mrd. € an Kauf-Aufträgen, was dazu führte, dass der Emissionsbetrag bis zum oberen Ende der ursprünglich vom niederländischen Finanzministerium anvisierten Bandbreite von 4 bis 6 Mrd. € angehoben wurde.

Anleihen gelten als «grün», wenn ein Teil ihres Erlöses für ökologiebezogene Projekte verwendet wird. Im Falle der niederländischen Anleihe erhielten die Bieter eine Vorzugsbehandlung in Form einer zusätzlichen Zuteilung von 10% über die ursprünglich beantragte Summe hinaus, wenn sie ihre ökologischen Qualitäten nachweisen konnten. Nach Angaben des Emittenten stammten 82,5% der Gebote von sogenannten «grünen Echtgeldkonten». Diese Anlegergruppe machte schlussendlich jedoch nur 28,5% der tatsächlich in der Auktion zugeteilten Anleihen aus.

Die Emission in dieser Woche war dabei nicht die erste «grüne» Staatsanleihe; diese wurde vielmehr 2016 von Polen begeben. Das niederländische Angebot war jedoch die erste Emission aus einem mit AAA bewerteten Land und die erste, die eine Präferenz für «grüne» Investoren zeigte.

Im Abseits: Das US-Gewerbesteueraufkommen

Das «Data Book» 2018 des Internal Revenue Service (IRS), das diese Woche veröffentlicht wurde, zeigte Steuereinnahmen von Privatpersonen und Unternehmen in Höhe von rund 3,5 Bio. $. 57% davon kamen von Privatpersonen und 33% wurden in Form von Lohnsteuern erhoben. Weitere 2% kamen von Nachlass-, Schenkungs- und Verbrauchssteuern.

Die restlichen knapp 8% stammten von Unternehmen. Dies ist der niedrigste Anteil seit mindestens 1960. Diese Zahlen wurden dabei nicht um Erstattungen an Unternehmen bereinigt, die sich auf rund 60 Mrd. $ beliefen. Der von den Unternehmen eingenommene Betrag resultiert sich somit zu netto 203 Mrd. $ und beträgt damit etwas unter 6%.

Quelle für alle Daten: Bloomberg, Stand: 21. Mai 2019, sofern nicht anders angegeben.