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ETF sind nicht nur eine Kosten-Story

Angesichts der stärkeren Fokussierung auf passive Lösungen befindet sich der Asset-Management-Markt momentan im Umbruch.

Im Auftrag von Invesco Asset Management

In den USA zeigt sich der Trend schon seit über zehn Jahren: Aktive Manager beobachten Nettomittelabflüsse, wohingegen ETF (Exchange Traded Funds) Zuflüsse verzeichneten.

Dieser Wechsel von aktiv zu passiv führte in der Vermögensverwaltung zu einem erheblichen Margendruck und zu einer Konzentration auf wenige grosse Asset Manager, die von den Skalenerträgen vor allem beim passiven Geschäft profitieren können. Somit bedeutet eine Abkehr vom aktiven Management auf Seiten der Vermögensverwaltung nicht automatisch eine Sparwelle bei den Anbietern. Das Ziel ist vielmehr entweder organisch oder durch Zukäufe eine kritische Grösse zu erreichen, um weiterhin profitabel agieren zu können. Diese kritische Grenze, ab der globale Asset Manager von Skalenerträgen profitieren können, liegt etwa bei 1 Bio. $.

ETF sind zudem nicht nur eine Kosten-Story, sondern vielmehr ein Vehikel, das einen klaren Mehrwert für die Investoren bietet. Neben der Möglichkeit, den ETF während der Börsenzeit zu handeln und so auf Marktveränderungen zu reagieren, bieten ETF beispielsweise vielfach auch steuerliche Vorteile gegenüber aktiven oder indexbasierten Fonds.

Bezogen auf US-Aktien ist es seit 2017 möglich, aufgrund des Hire Act 871m für breite Indizes, wie zum Beispiel MSCI USA oder MSCI World, die komplette Dividende auf US-Aktien ohne Quellensteuerabzug zu erhalten. Diese Möglichkeit gibt es lediglich bei synthetischen ETF, da diese von der Regulierungsbehörde mit Futures gleichgesetzt wurden. Relevant ist hierbei allerdings, dass der synthetische ETF den Brutto Index repliziert, was nicht bei allen Anbietern aktuell am Markt der Fall ist.

Allerdings ist der Kostenfaktor einer der bekanntesten Vorteile von ETF, sodass zunehmend die Frage laut wird, ob ETF auch zum Nulltarif möglich sind. Für die meisten ETF-Anbieter stellt sich diese Frage allerdings nicht, da bei einem ETF fixe Kosten anfallen, die jeder Anbieter zu tragen hat. Neben den Lizenzkosten für die Indizes fallen auch Gebühren für die Depotstellen in den jeweiligen Ländern an, wo die Wertpapiere gekauft und gehalten werden müssen. Solange es diese Fixkosten gibt, ist es nicht möglich, den ETF zum Nulltarif anzubieten. Zusätzlich zu den externen Kosten fallen zudem interne Kosten an, wie beispielsweise Gebühren für den ETF-Portfoliomanager.

In der Theorie hingegen kann ein ETF als Marketinggag zum Nulltarif angeboten werden. Dies wird am Beispiel USA deutlich, wo der ETF-Anbieter auch Broker sein kann und der Handel vom ETF nur über das eigene Haus abgewickelt werden darf und nicht über mehrere Broker zum besten Preis. Mit diesem Modell werden die Gebühren dann über den Handel eingepreist.

Das ist im europäischen ETF-Markt jedoch nicht möglich, da das klassische Brokerage-Geschäft von der Vermögensverwaltung getrennt ist.

Europäische ETF-Anbieter könnten jedoch den ETF zum Nulltarif durch die Wertpapierleiheerträge anbieten. Die meisten physischen ETF-Anbieter führen die Wertpapierleihe durch und generieren dadurch Zusatzerträge, die dann teilweise in den ETF zurückgeführt werden.

Wieviel Prozent der Erträge zurückgeführt werden, hängt vom einzelnen Anbieter ab, liegt jedoch meist zwischen 50% bis 90%. Diese Differenz könnte genutzt werden, um den ETF in der Theorie zum Nulltarif anzubieten. In der Praxis ist es daher ebenfalls nicht auszuschliessen. Dies würde allerdings in der Öffentlichkeit schnell zu Rückfragen führen, die für physische ETF ein Imageverlust bedeuten könnte, da Risiken der Wertpapierleihe transparent betrachtet und aufgezeigt würden.

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