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Europas Wachstum: Handel und Brexit als entscheidende Faktoren

Während sich viele in Grossbritannien fragen, was die politischen Turbulenzen rund um den anstehenden Brexit für ihre Wirtschaft bedeuten könnten, steht auch für die Eurozone einiges auf dem Spiel.

Im Auftrag von Legg Mason

Die wirtschaftliche Gesundheit Europas beruht zumindest teilweise auf dem reibungslosen Handelsumfeld, das derzeit in den 28 Ländern der Europäischen Union sowie zwischen der EU und der übrigen Welt herrscht. Eine von Brexit verursachte Störung des Handels zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU könnte sowohl in Form von reduziertem Handel, trägem Wirtschaftswachstum und Unsicherheit auf den Finanzmärkten jahrelang nachwirken.

Bereits jetzt haben das Wirtschaftswachstum sowie die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bessere Tage erlebt und scheinen nicht nach oben zu tendieren, wie die Abbildung von Western Asset zeigt. Das BIP-Wachstum der Eurozone gegenüber dem Vorquartal hat sich in den letzten zwei Jahren nach unten gerichtet und ist von 0,8% im vierten Quartal 2016 auf bis zu 0,1% im vierten Quartal 2018 gesunken; das erste Quartal 2019 lag bei 0,2%. Auch der Composite PMI tendiert nach unten und fiel von einem starken Wert von 58,8 im Januar 2018 auf einen kaum wachsenden Stand von 51,3.

Eurozone beeinflusst von Handel und Brexit

<sup>BIP der Eurozone (Quartal auf Quartal, links)<br>Einkaufsmanagerindex Eurozone (rechts)<br>BIP-Wachstum (in %)<br>Einkaufsmanagerindex Eurozone (Indexstand)</sup>

BIP der Eurozone (Quartal auf Quartal, links)
Einkaufsmanagerindex Eurozone (rechts)
BIP-Wachstum (in %)
Einkaufsmanagerindex Eurozone (Indexstand)

(Chart mit freundlicher Genehmigung von Western Asset. Quelle: Bloomberg, Stand: 29.3.2019. Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition.)

Angesichts des sich abschwächenden Wachstums im Euroraum könnte eine zusätzliche Störung durch politische Fehler oder erfolglose Verhandlungen ein beträchtliches Risiko darstellen.

Im Aufschwung: Einschätzung des Marktes hinsichtlich einer Zinssenkung in den USA

Seit Anfang März, und insbesondere nachdem das Fed bei seinem Treffen am 20. März «vollkommen moderat» wurde, hat sich der Terminmarkt für Fed Funds so entwickelt, als ob die Chancen für eine Zinssenkung grösser als 50% wären. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bis zur Fed-Sitzung im Dezember 2019 auf bis zu 78% gestiegen. Dies deutet darauf hin, dass die jüngste Forderung nach einer Leitzinssenkung durch das Weiße Haus und der aktuelle Kandidaten-Vorschlag für das Federal Reserve Board of Governors im Einklang mit den bereits laufenden Trends der Finanzmärkte stehen.

Im Abschwung: Bund-Renditen – Erneut negativ

Die Renditen für deutsche 10-jährige Staatsanleihen, Europas wichtigster Marktbenchmark, sind weiter gesunken und haben Tiefststände erreicht, die seit dem vierten Quartal 2017 nicht mehr realisiert wurden. Bundesanleihen rentieren nun bei -0,05%, nachdem sie am 22. März in den negativen Bereich gerutscht waren. Der Fünfjahreswert liegt nun bei -0,45%, wobei die Rendite im Mai 2018 zuletzt über Null stieg.

Diese Zinssätze mögen nicht ganz überraschen, da die Europäische Zentralbank (EZB) nun einen Zinssatz für Einlagen von Banken von -0,40% «anbietet». In der Tat sind die Banken verpflichtet, für das Privileg zu zahlen, Einlagen bei der Zentralbank zu halten.

Die negativen Einlagenzinsen der EZB wurden von einigen für die finanzielle Schwäche der europäischen Banken verantwortlich gemacht, was die wirtschaftliche Situation Europas in einen Teufelskreis stürzen könnte. Die Schwierigkeit, sich von der derzeitigen Zinsregelung zu lösen, könnte aus einem neuartigen Vorschlag zur Überwindung der Blockade abgeleitet werden: einem plötzlichen Übergang zu einem positiven Einlagenzins, der den Banken helfen würde, Gewinne aus konventionellen Geschäftsbereichen zu erzielen. Wie man jedoch den sprunghaften Übergang zu positiven Kursen bewältigen kann, ohne störende Nebenwirkungen durch plötzliche Preisbewegungen bei verwandten Vermögenswerten zu erzeugen, ist bisher unbekannt.

Quelle aller Daten: Bloomberg, Stand: 2. April 2019, wenn nicht anders angegeben.