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Lösungen für 2020

Zum Jahresende 2019 trafen sich die Leiter unserer Investmentplattformen, um über die Entwicklung des Marktumfeldes und wichtige Themen für 2020 zu sprechen. Was erwarten unsere leitenden Investmentexperten im neuen Jahr von der Weltwirtschaft und den Märkten?

Im Auftrag von Neuberger Berman
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Zehn Themen für 2020

Makro: Die Fiskalpolitik funktioniert nicht

1. Politische Risiken werden dominieren

Joseph V. Amato

President and Chief Investment Officer - Equities bei Neuberger Berman

President and Chief Investment Officer - Equities bei Neuberger Berman

Auch 2020 wird es politische Risiken geben und eine Fiskalpolitik, die nicht zum Wirtschaftsumfeld passt. Doch jetzt wird in den USA gewählt, und den Notenbanken fällt es zunehmend schwer, diese Fehler der Fiskalpolitik auszugleichen – was 2020 vor allem für Volatilität und Bewertungschancen sorgen könnte.

2. Die Geldpolitik stösst an ihre Grenzen

Erik L. Knutzen, CFA, CAIA

Chief Investment Officer - Multi-Asset Class bei Neuberger Berman

Chief Investment Officer - Multi-Asset Class bei Neuberger Berman

Die Notenbanken geraten mehr und mehr in die Kritik – zumal sie wenig gegen die politischen Risiken ausrichten können, die die Märkte 2020 voraussichtlich bestimmen. Die Volatilität dürfte auch in Zukunft immer wieder einmal steigen – und dann länger hoch bleiben als in den letzten Jahren.

3. Ein weiteres Jahr ohne Rezession, aber steigende Risiken

Das Risiko einer Rezession in den USA oder weltweit halten wir auch 2020 für niedrig bis moderat, im Jahr 2021 wird sie allerdings wahrscheinlicher. Ausserhalb der USA nimmt die Instabilität zu. Die Märkte erkennen eine bevorstehende Rezession oft sechs bis neun Monate im Voraus. Wenn das auch jetzt so ist, dürften die Anlageerträge 2020 stärker streuen.

4. Achten Sie auf eine Erholung des Geschäftsklimas

«Weiche» Indikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes (PMI) zeigen, dass sich das Geschäftsklima sehr viel stärker verschlechtert als die «harten» Konjunkturdaten. Irgendwann dürften aber die niedrige Arbeitslosenquote, der stabile Konsum und die Fortschritte bei den Handelsgesprächen die politische Unsicherheit aufwiegen. Das Geschäftsklima könnte sich dann drehen, und aufgeschobene Investitionen würden möglicherweise realisiert.

Anleihen: USA und Qualität

5. Die Leitzinskonvergenz zwischen den USA und Europa macht US-Anleihen attraktiver

Die Europäische Zentralbank dürfte ihre Zinsen nicht mehr sehr viel stärker unter null senken, und in den USA sind Zinssenkungen wahrscheinlicher als Zinserhöhungen. Die Absicherung des US-Dollar wird daher billiger. Das könnte zu Umschichtungen aus Euro- in US-dollardenominierte Anleihen führen.

6. Der Credit-Markt bleibt zweigeteilt

Die Investoren suchen noch immer nach Rendite, aber sie wünschen sich zunehmend eine gewisse Sicherheit. Am High-Yield-Markt sind CCC- hinter BB-Anleihen zurückgeblieben. Das dürfte auch 2020 so bleiben.

Aktien: Volatilität und Rotation

7. Längere Volatilitätsphasen sorgen für Bewertungschancen

2019 sorgten Wachstumszweifel für Volatilität, die von den Notenbanken aber schnell eingefangen wurden. Die politischen Unsicherheiten des Jahres 2020 dürften nicht so leicht zu beheben sein. Es könnte daher zu Ausverkäufen ähnlich wie im 4. Quartal 2018 kommen. Angesichts der stabilen Konjunkturdaten sind dann aber dauerhaft attraktiv bewertete Märkte denkbar.

8. Versteckte Chancen für aktive Investoren

Unabhängig von den Bewertungen der Märkte dürften Investoren wegen des insgesamt mässigen Wirtschaftswachstums eher auf die Fundamentaldaten der Unternehmen achten. Denkbar ist auch eine Umkehr längerfristiger Trends: Auf Einzelwert-, Sektor- und Länderebene könnten jetzt Small Caps statt Large Caps, Substanz- statt Wachstumswerte und Zykliker statt defensiver Titel vorn liegen.

Alternative Investments: Die Stars in der Endphase des Zyklus

9. Nicht-börsennotierte Anlagen zeigen, was sie können

Wenn die Bewertungen hoch sind, hat man bei nicht-börsennotierten Anlagen meist mehr Einfluss auf die Ertragsentwicklung und kann die Bewertungsrisiken leichter verringern. Es besteht ein Anreiz zum langfristigen Denken, über einen Zyklus hinaus. Wegen der mehrjährigen Anlagezeiträume ist das Kapital auch über einen möglichen Abschwung hinaus investiert, so dass man gegebenenfalls in attraktiv bewertete Titel investiert.

10. Die Volatilität könnte eine enorme Chance für Liquid Alternatives sein

Ein gut diversifiziertes Portfolio aus liquiden alternativen Strategien kann 2020 die Erträge glätten. Die Volatilität könnte zu unkorrelierten Erträgen von Nischenanlagen ausserhalb der klassischen Märkte führen, zu kurzfristigen taktischen Chancen und zu Chancen durch Bewertungsunterschiede zwischen den Assetklassen oder den verschiedenen Kapitalarten eines Emittenten.

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