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Notenbanken: Versuch auf Versuch   

Die Märkte für Staatsanleihen scheinen skeptisch zu sein, was die Fähigkeit der grossen Zentralbanken betrifft, die 2%-Inflationsmarke zu erreichen.

Im Auftrag von Legg Mason

Die 5-Jahres Break-Even-Inflationsraten, die die rollierende Meinung über die Verbraucherinflation in fünf Jahren widerspiegeln, bleiben weiterhin hinter dem Ziel von 2% zurück. Dies gilt besonders für die USA, wo eine Kombination aus fiskalischen Impulsen und der Rückkehr zu einer akkommodierenden Politik seitens des Fed noch nicht zu einem nachhaltigen Anstieg der Inflation geführt hat.

Sinkende Renditen sind weltweit eine Herausforderung

<sup>Grafik mit freundlicher Genehmigung durch Western Asset. Quelle: Bloomberg, Stand: 3. September 2019. Die vergangene Wertentwicklung stellt keine Garantie für zukünftige Ergebnisse dar. *Index: Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond Index (Yield to Worst). Index-Renditen beinhalten keine Gebühren oder Verkaufskosten. Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition wider</sup>

Grafik mit freundlicher Genehmigung durch Western Asset. Quelle: Bloomberg, Stand: 3. September 2019. Die vergangene Wertentwicklung stellt keine Garantie für zukünftige Ergebnisse dar. *Index: Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond Index (Yield to Worst). Index-Renditen beinhalten keine Gebühren oder Verkaufskosten. Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition wider

Den Überlegungen von Western Asset CIO Ken Leech zufolge könnten sich die Zentralbanken selbst der Masse der Zweifler anschliessen und ihre Bemühungen dementsprechend stärker auf die Inflation konzentrieren, anstatt zu erwarten, dass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) die tragende Rolle übernehmen wird. Aber angesichts eines offensichtlichen Mangels an Einigkeit innerhalb des Fed über die geeigneten nächsten Schritte geht Leech davon aus, dass sich die US-Notenbank nur langsam bewegen wird - aber letztlich in Richtung niedrigerer Zinsen, ausgelöst durch die Unsicherheit über eine kaum prognostizierbare Entwicklung des Welthandels.

Im Aufschwung: Italienische Staatsanleihen

Nach dem Zusammenbruch der Regierungskoalition zwischen der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega trieb die Aussicht auf eine länger andauernde Suche nach einer tragfähigen Koalition als Ersatz für die letzte Regierung die Preise der italienischen Staatsanleihen (BTP) stark nach unten. Die Renditen erreichten am 9. August 2019 ein Niveau von 1,803% - ein Spread von nahezu 240 Basispunkten über deutsche Bundesanleihen. Aber die überraschende Kompromisskoalition zwischen Fünf-Sterne-Partei und der Mitte-Links Demokratischen Partei (PD), einer Bastion des italienischen Establishments, hob die BTPs deutlich über die Preise vor dem Zusammenbruch, senkte die Renditen auf ein Niveau von 0,87% und die Spreads über Bundesanleihen auf etwa 157 Basispunkte.

Der überraschende Optimismus über dieses noch zu ratifizierende Abkommen zwischen zwei ungewöhnlichen Verbündeten könnte damit erklärt werden, dass die Fünf-Sterne-Bewegung die relative Beständigkeit der PD unter politischen Gesichtspunkten schätzt, oder dass sie die – einem populistischen Impuls folgende - Umarmung des rechten Flügels nun politisch anders einordnet.

Wenn tatsächlich ein Fünf-Sterne/PD-Koalitionsvertrag unterzeichnet wird, müsste die Koalition lange genug überleben, um die Versprechen einzuhalten, die mit ihrer Basis ausgehandelt werden. Angesichts der unkonventionellen Partnerschaft erscheint dies jedoch nur schwer möglich.

Im Abseits: Verarbeitendes Gewerbe in den USA

Der monatliche Einkaufsmanager-Index (PMI) des Institute for Supply Management lag im August mit 49,1 deutlich unter der Konsensprognose von 51,3 und erstmals seit 2016 unter einem Niveau von 50. Da Werte unter 50 auf eine Kontraktion hinweisen, war dieses Level durchaus Grund für Unbehagen. Aber auch einige der zugrundeliegenden Zahlen waren besorgniserregend - so stieg beispielsweise der Anteil der Hersteller, die eine Schwäche bei den Exportaufträgen meldeten, auf 24% und erreichte damit den höchsten Stand seit dem Auslaufen der Rezession von 2008/09.

Die Zahlen zeigen nicht direkt die Auswirkungen der Zölle, die am 1. September eingeführt wurden. Es ist jedoch möglich, dass Aufträge, die nach diesem Datum ausgeführt werden sollen, strategisch verzögert wurden, um einen Lageraufbau zu vermeiden, der sich aus der neuesten Runde von Zöllen ergeben könnte. Es ist auch denkbar, dass diese Zahlen eher die Angst der Hersteller als einen tatsächlichen Geschäftsrückgang widerspiegeln, da die Flut von Nachrichten über die Eskalation von Handelskonflikten zu einem grossen Pessimismus in den Unternehmen geführt hat. Aber da die verarbeitende Industrie weniger als 20% der US-Wirtschaft ausmacht, ist der aktuelle Abschwung wahrscheinlich eher ein Symptom als eine Ursache für Unzufriedenheit.

Quelle für alle Daten: Bloomberg, Stand: 5. September 2019, sofern nicht anders angegeben.