Sponsored Content

Politik - Teil 2: 
Rahmenbedingungen bei Schwellenländern weiterhin gut

In den letzten Jahren sind politische Risiken in den entwickelten Marktwirtschaften in den Fokus der Investoren gerückt und überschatten nun ähnliche Risiken, die vormals üblicherweise mit Schwellenländern (EM) verbunden waren. 

Im Auftrag von Legg Mason

Im Gegensatz dazu hat sich das EM-Risikoumfeld weiter verbessert, da das schnelle Wachstum in der Mittelschicht die Struktur mehrerer wichtiger Volkswirtschaften verändert hat.

Betrachten wir Brasilien, Indien, Mexiko und Südafrika. Ende der 90er Jahre stand hier der private Konsum im Mittelpunkt. Dieser wurde vor allem durch das Wachstum der Wirtschaftskraft der Haushalte getrieben, die im Allgemeinen die Staatsausgaben und Exporte als Hauptantriebskraft für das BIP überholt hat.

Der Konsum der Mittelschicht wächst weiter

Abbildung 1: BIP: Konsum pro Haushalt, Stand: 31.12.2018

Chart mit freundlicher Genehmigung von Brandywine Global. Quelle: Haver Analytics. Die vergangene Wertentwicklung stellt keine Garantie für zukünftige Ergebnisse dar. Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition wider

Chart mit freundlicher Genehmigung von Brandywine Global. Quelle: Haver Analytics. Die vergangene Wertentwicklung stellt keine Garantie für zukünftige Ergebnisse dar. Diese Informationen dienen nur der Veranschaulichung und spiegeln nicht die Wertentwicklung einer tatsächlichen Investition wider

Natürlich ist das Bild nicht nur rosig. Das Gesamtlohnwachstum war in diesen vier Ländern in den letzten fünf Jahren nominal lediglich mäßig. Und die Verbesserungen, die stattgefunden haben, sind nicht allen Wirtschaftsschichten gleichermaßen zugutegekommen. Südafrika zum Beispiel hat eine Arbeitslosenquote von 27% - eine Tatsache, die einen starken Einfluss auf die anhaltenden politischen Turbulenzen in diesem Land hat.

Im Aufschwung: Aktienbesitz der Notenbanken

Die Zentralbanken der Welt haben ihre Aktienbestände auf mehr als 1 Billion US-Dollar erhöht, so ein aktueller Bericht der unabhängigen Forschungsgruppe OMFIF. Das sind etwa 10% der gesamten Zentralbankreserven, so der Bericht, und ein relativ kleiner Teil des Gesamtbetrags der weltweit ausstehenden Aktien von 77 Billionen US-Dollar.

Auch wenn dies überraschend erscheinen mag, so ist zu bedenken, dass eine der wichtigsten Herausforderungen der Zentralbanken der Welt darin besteht, wie sie ihre Reserven weiter ausbauen und gleichzeitig die Risiken managen können, die von überkonzentrierten Anleihenbeständen ausgehen. Hinzu kommt die Schwierigkeit, die Anlageerträge dieser Reserven als eigenständige Gruppe über die Haltedauer hinweg zu optimieren.

Die Ironie ist natürlich, dass die Überkonzentration der Anleihen und die Versuchung, nach Rendite zu streben, zum Teil auf kollektive Aktionen der Zentralbanken selbst zurückzuführen sind - nämlich auf die globalen mehrjährigen quantitativen Lockerungsprogramme, die die Zinsen und die Renditen der Anleihen auf Tiefststände schickten und sie in einigen Fällen auch negative Bereiche erreichen liessen.

Im Abseits: Der Referenzzinssatz der Türkei?

Da die türkische Lira nach der jüngsten Zinskrise Anfang Mai dieses Jahres gegenüber dem Dollar höher tendiert, sieht sich die Zentralbank des Landes überraschend der Möglichkeit gegenüber, ihren Leitzins von derzeit 24% zu senken, um das Wachstum anzukurbeln - nachdem sie sich hart (und erfolgreich) dafür eingesetzt hat, den Leitzins hochzuhalten.

Diesen überraschenden Handlungsspielraum bieten die Finanzmärkte, die derzeit Einjahres-Swaps auf die Währung mit rund 23% bewerten - ein Prozentpunkt weniger als die Bank derzeit anbietet. Dies deutet darauf hin, dass Händler in diesem illiquiden Teil des Marktes glauben, dass sie in einem Jahr nur noch den niedrigeren der beiden Zinssätze erhalten werden. Eine zweite Interpretation: Wenn die Zentralbank die Zinssätze bei der Sitzung am Mittwoch, den 13. Juni, tatsächlich senkt, könnte die Position sofort solide im Geld sein.

Quelle für alle Daten: Bloomberg, Stand: 4. Juni 2019, sofern nicht anders angegeben.