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Roboter brechen aus der Automobilindustrie aus

Roboter waren früher vor allem in der Automobilproduktion anzutreffen. Heute dringen sie in immer mehr Branchen vor, auch in die Lebensmittel-, Konsumgüter- und Pharmaindustrie. Investoren, die an diesem Wachstumsmarkt partizipieren möchten, sollten eine aktive Titelselektion vornehmen.

Im Auftrag von AXA Investment Managers

Autor: Tom Riley, Portfoliomanager und Sektorexperte für Robotik und Technologie, AXA Investment Managers

Mehr als 420’000 neue industrielle Roboter werden weltweit dieses Jahr in Fabriken installiert – 2022 sollen es fast 600’000 sein, so der neuste Branchenreport der International Federation of Robotics. Die Branche weist zweistellige Wachstumsraten auf, nach einer temporären Verlangsamung 2019 soll es ab 2020 wieder steil aufwärtsgehen.

China ist der grösste Robotermarkt der Welt, 2018 wurden 36 % aller Industrieroboter in China installiert. Zahlenmässig waren es rund 154’000 Roboter, mehr, als in den USA und Europa zusammen in Betrieb genommen wurden. China, Japan, Südkorea, die USA und Deutschland machen drei Viertel des gesamten Markts für Neuinstallationen aus. Japan ist mit mehr als der Hälfte des globalen Angebots der grösste Produzent von industriellen Robotern.

Aufholbedarf in Asien

Aufschlussreich ist der Blick auf die Roboterdichte: Der weltweite Durchschnitt liegt bei 99 industriellen Robotern pro 10’000 Mitarbeitende. Europa liegt mit 114 vor den USA mit 99, am niedrigsten ist die Roboterdichte mit 91 in Asien. Allerdings nehmen Singapur mit 831 und Südkorea mit 774 in Sachen Roboterdurchdringung mit grossem Abstand die Spitzenplätze ein, vor Deutschland mit 338 Robotern. Insgesamt ist der Aufholbedarf in China und ganz Asien hoch und das Marktpotenzial gross. Asien treibt heute und in Zukunft den Robotermarkt an.

Obschon die Automobilindustrie immer noch der grösste Abnehmer von Industrierobotern ist, holen andere Branchen rasch auf. 2018 gingen 30 % der global verkauften Roboter an die Autobranche, 2 Prozentpunkte mehr als 2017. Auf Platz zwei und drei liegen Elektronik respektive Metall- und Maschinenbau. Die höchsten Wachstumsraten verzeichnen jedoch «neue» Branchen wie die Lebensmittel- und Getränke- sowie die Konsumgüter- oder Pharmaindustrie. Im Lebensmittelsektor z. B. wurden 2018 rund 32 % mehr Roboter installiert als noch im Vorjahr.

Der Hauptgrund für diese Branchenverschiebung ist die Tatsache, dass Roboter immer intelligenter und flexibler werden und zunehmend fähig sind, zusammen mit Menschen zu arbeiten. Durch die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Robotik werden sie immer effizienter, erschwinglicher und leichter zu programmieren und finden somit in immer mehr Industrien eine breitere Anwendung, auch bei kleineren Unternehmen. Industrieroboter senken die Betriebskosten, steigern die Produktivität, verbessern die Dienstleistungen sowie Produkte – und entlasten Menschen von repetitiven oder gefährlichen Arbeiten.

Immer mehr neue Robotikanwendungen

Im Lebensmittel- und Konsumgütersektor ist die Nachfrage nach neuen automatisierten Systemen wegen strengerer Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit und Herausforderungen rund um die Verpackungen besonders hoch. Ocado, ein britischer Online-Supermarkt, nutzt automatisierte Verteilzentren, um die Betriebseffizienz zu steigern. Um seine Automatisierungsplattform zu kommerzialisieren, hat Ocado jüngst Partnerschaften mit Supermarktketten auf der ganzen Welt geprüft, darunter mit Kroger in den USA und Coles in Australien.

In Life Science und Pharma ermöglicht die digitale Transformation bahnbrechende Gesundheitsanwendungen, die auf neuen Automatisierungstechnologien basieren. So arbeiten die Tech-Giganten Alphabet (über Verily) und Apple z. B. eng mit DexCom zusammen, um Diabetikern zu helfen, ihre Blutzuckerwerte via Smartphone zu überwachen.

Die Halbleiter- und Elektronikindustrie, die als Katalysator für Technologiewechsel gilt, hat sich in den letzten zehn Jahren stark entwickelt, da die Welt immer stärker vernetzt ist – und dieser Trend dürfte erst in den Kinderschuhen stecken. Die Nachfrage nach Chips im Zusammenhang mit Automatisierungstechnologien sowie Halbleitern für Elektroautos, autonome Fahrzeuge, 5G-Kommunikation und weitere neue Anwendungsbereiche wird in den kommenden Jahren deutlich wachsen.

Anspruchsvolle Kunden

Der Robotermarkt boomt also. Unternehmen müssen sich nicht nur aus Kosten- und Effizienzgründen mit Automatisierungsmöglichkeiten auseinandersetzen, sondern auch um den wachsenden Ansprüchen der Konsumenten in Bezug auf die Individualisierung von Produkten, die Leistung und die Präzision gerecht zu werden. Der technologische Fortschritt wird künftig zu vielen Robotikanwendungen führen, die heute noch gar nicht bekannt sind. Besonders gross ist das Wachstumspotenzial auch im Segment der sogenannten Cobots – Roboter, die zusammen mit Menschen Aufgaben erledigen.

Was bedeutet das für Anleger? Sie sollten sich eine Investition in diesen rasch wachsenden und vielversprechenden Zukunftsmarkt überlegen. Robotik-Investments eignen sich für Investoren, die einen langfristigen Investitionsansatz verfolgen und auf überdurchschnittlich hohes Wachstum setzen. Eine aktive Titelselektion ist notwendig, da es keinen replizierbaren Index gibt. Zudem sollten Unternehmen aus den verschiedensten Branchen berücksichtigt werden, da Robotikanwendungen und entsprechende neue Technologien sektorübergreifend zum Einsatz kommen.

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