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Brexit Puls: Überwiegend stabil

In der anhaltenden Schlacht um den Brexit wimmelt es nur so von Unbekannten; dennoch erweist sich die britische Wirtschaft als widerstandsfähig, wenn auch etwas wackelig.

Im Auftrag von Legg Mason

Mit einer Arbeitslosenquote von etwas mehr als 4 %1 auf einem 40-Jahres-Tiefststand und einer Verbraucherinflation auf einem unkritischen Niveau von 1,8 % segelt die britische Wirtschaft in relativ gutem Zustand in unbekannte Gewässer, wenn nicht sogar vollständig für die unsichere Reise vorbereitet.

Das inflationsbereinigte BIP wuchs im vierten Quartal 2018 mit einer annualisierten Rate von 1,3%, was eine deutliche Abschwächung gegenüber einer Rate von 3,1% im vierten Quartal 2014 darstellt. Im Moment übertrifft die BIP-Entwicklung jedoch das Wachstum in der übrigen Europäischen Union und vermeidet so weiterhin eine Rezession.

Darüber hinaus signalisierte der Citi Economic Surprise Index für Großbritannien2, dass die Wirtschaftsdaten sich zudem insgesamt besser entwickeln als die Erwartungen der Analysten.

1 Zum Ende 2018; annualisierte Rate zum 31. Januar 2019
2 Quelle: Bloomberg; Stand: 19. März 2019

Im Aufschwung: High-Yield Renditen im Energiesektor

Da sich die Rohölpreise 2019 von einem Höchststand zum nächsten bewegten - WTI (West Texas Intermediate) Rohöl erreichte am 19. März 59,50 $ - würde es durchaus Sinn machen, dass die Spreads für hochverzinsliche Anleihen im Energiesektor sinken, da höhere Preise bessere finanzielle Bedingungen für diesen Sektor bedeuten. Die Spreads für High-Yield Anleihen im Energiesektor gegenüber HY insgesamt1 steigen jedoch seit Anfang Februar dieses Jahres an, wobei sich die Differenz stark von 137 Basispunkten auf 173 Basispunkte (bps) erhöhte.

Eine Erklärung dafür könnte sein, dass der Break-even-Preis für Rohöl über dem aktuellen Niveau liegt, und dass der Markt nicht daran glaubt, dass die WTI-Preise weiter steigen werden. Eine zweite, weniger wohlwollende Erklärung wäre ein Käuferstreik für Hochzinsanleihen im Energiebereich aufgrund der allgemeinen Zinsunsicherheit für den Rest des Jahres 2019.

Im Abseits: US Treasury TIPS-Renditen

Da die Inflation weiterhin moderat bleibt und die Fähigkeit der Fed, sie zu erhöhen, immer deutlicher wird, spiegeln inflationsindexierte Anlagemöglichkeiten den Stimmungswandel wider. Seit Dezember 2018 sind die Renditen für fünfjährige TIPS von 1,1308% am 20. Dezember 2018 auf 0,5586% am 19. März 2019 gefallen.

TIPS-Renditen sind ein marktbasiertes Barometer der Inflationserwartungen. Weitere häufig verwendete Messgrößen sind die aus den TIPS-Renditen abgeleiteten Break-even Inflationsraten, die derzeit in der Größenordnung von 1,8% bis 1,9% liegen, und der interne Break-even-Satz der Fed, der zum 15. März 2019 bei 1,932% lag. Alle diese Zahlen werden im Anschluss an die FOMC-Sitzung am 19. März genau beobachtet, woraufhin die eigenen Kursprognosen des FOMC, die bekannten Punktplots, veröffentlicht werden.

Quelle für alle Daten: Bloomberg, Stand: 19. März 2019, sofern nicht anders angegeben.

3 Quelle: Bloomberg, Stand: 19. März 2019. Indexes: Bloomberg Barclays HY Energy Yield-to-Worst, minus Bloomberg Barclays HY Yield-to-Worst.