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Wegweiser für den Krankenkassen-Dschungel

Die Krankenkassen übertrumpfen sich mit einer Vielfalt an Angeboten und Optionen. Dabei den Überblick zu behalten, ist nicht einfach. Eines gilt jedoch immer: die regelmässige Überprüfung der Bedürfnisse und der Versicherung.

Im Auftrag der Maklerzentrum Schweiz AG
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Der Wirrwarr der Krankenkassenangebote ist enorm. Verschiedene Modelle mit Optionen für sämtliche Altersgruppen gehören zum Standardangebot fast jeder Krankenkasse. Die beste Lösung auszuwählen ist anspruchsvoll, und die Versicherungslandschaft ändert sich jedes Jahr. Der heute attraktivste Anbieter ist es morgen wegen Prämienänderungen vielleicht nicht mehr. Wer Licht ins Dunkel bringen möchte, sollte sich an ein paar Wegweiser halten.

Grundsätzlich müssen einerseits die verschiedenen Anbieter miteinander verglichen und die unterschiedlichen Versicherungsmodelle der Grundversicherung sowie die Höhe der Franchise geprüft werden. Andererseits ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse regelmässig abzuklären und den Versicherungsschutz entsprechend anzupassen. Gleiche Leistungen und Modelle können bei verschiedenen Krankenkassen unterschiedlich hohe Prämien nach sich ziehen – und es gibt Unterschiede bei Servicequalität und Abrechnungsart: Beim «Tiers Payant» rechnet der Versicherer mit dem Leistungserbringer (Arzt, Spital, Apotheke) direkt ab, und allfällige Kostenbeteiligungen werden dem Kunden von der Krankenkasse in Rechnung gestellt. Beim «Tiers Garant» stellt der Leistungserbringer dem Kunden eine Rechnung, der dann mit dem Versicherer abrechnet. Der Kunde bevorschusst somit die Leistungen, hat aber eine bessere Kostenkontrolle.

Von Standard bis zu Apotheke

Beim Standardmodell der Grundversicherung gibt es keine Einschränkungen, die Versicherten haben freie Arztwahl und den direkten Zugang zu Spezialisten. Das Standardmodell ist zugleich auch das teuerste. In der Regel 15 bis 20% günstiger sind die alternativen Modelle. Ausser bei Notfällen müssen sich die Versicherten an vordefinierte Leistungserbringer wenden. Ausnahmen bilden in der Regel Augenärzte, Gynäkologen und Zahnärzte, sie dürfen auch ohne Überweisung von der ersten Anlaufstelle direkt aufgesucht werden.

Beim Hausarztmodell verpflichten sich die Versicherten, zuerst ihren Hausarzt aufzusuchen. Dieser Arzt entscheidet als «Gatekeeper» über die weitere Behandlung. Beim Telefonmodell muss vor einem Arztbesuch eine telefonische Beratungsstelle kontaktiert werden, und der Behandlungsweg wird je nach Striktheit des Modells mehr oder weniger verbindlich festgelegt.

Beim HMO-Modell lassen sich die Patienten in einer Gemeinschaftspraxis behandeln; in Städten sind das oft Gesundheitszentren, in ländlichen Gebieten Ärztenetzwerke. Manche Krankenkassen bieten auch ein «Apothekenmodell» an, bei dem die erste Anlaufstelle eine Apotheke ist, wobei die Liste der möglichen Apotheken zum Teil recht eingeschränkt ist. Zusätzlich gibt es kombinierte Modelle, die ein Mix aus Telefon- und Hausarztmodell sind. Die höchsten Prämienrabatte – bis zu 25% zum Standardmodell – gibt es beim HMO-Modell.

Franchise und Zusatzversicherungen klug wählen

Ebenfalls einen grossen Einfluss auf die Prämien hat die Höhe der Franchise, also die Summe der Kosten, die der Versicherte im Krankheitsfall selbst trägt. Je höher die Franchise, desto niedriger die Prämien – und umgekehrt. Wer davon ausgeht, nur wenige und günstige Gesundheitsleistungen zu brauchen, kann die höchste Franchise von 2500 Franken wählen. Wer jedoch mit hohen Kosten rechnet – in der Regel ab 2000 Franken –, fährt mit der tiefsten Franchise von 300 Franken gut. Ebenso muss die Deckung beim Arbeitgeber regelmässig überprüft werden, dies vor allem bei einem Wechsel der Arbeitsstelle und wenn sich die Bedürfnisse ändern.

Nicht nur die Wahl des passenden Modells der Grundversicherung muss gut überlegt sein, sondern auch die Zusatzversicherungen. Dabei müssen die individuellen Bedürfnisse genau geklärt werden. Welchen Spitalzusatz brauche ich? Ist eine Zahnversicherung für die Kinder eingeschlossen? Wie sieht es im Falle einer Invalidität von Kindern, Studenten und Erwerbslosen aus? Was, wenn ich Risikosportarten betreibe, ins Ausland reise oder schwanger werde? Die Angebote sind vielfältig, und besonders die Spitalzusatzversicherung geht ins Geld. Ab einem bestimmten Alter oder bei einem schlechteren Gesundheitszustand ist die Aufnahme in eine Zusatzversicherung nicht garantiert, der Entscheid muss frühzeitig und gut überlegt sein.

Anzumerken ist, dass die Grund- und Zusatzversicherungen in der Regel nicht getrennt werden sollten. In der Zusatzversicherung kann allenfalls die Zahnversicherung oder die Spitalversicherung von den restlichen Leistungen separiert werden, da dort eine klare Abgrenzung möglich ist. Und: Es muss nicht die ganze Familie bei derselben Krankenkasse versichert sein, da es kaum Familienrabatte gibt.

Autor: Stephan Wirz, Mitglied der Geschäftsleitung der Maklerzentrum Schweiz AG, der führenden Anbieterin von Krankenkassen- und Versicherungslösungen im Privatkundenbereich in der Schweiz.


Über die Maklerzentrum Schweiz AG
Die Maklerzentrum Schweiz AG ist führende Anbieterin von Versicherungslösungen im Privatkundenbereich. Die eigentümergeführte Gesellschaft wurde Anfang 2006, mit Hauptsitz in Basel, gegründet. Heute sind 200 Mitarbeitende an zehn Standorten in der Schweiz tätig und beraten Privat- und Firmenkunden in den Bereichen Kranken-, Sach- und Vermögens-Versicherungen sowie private Vorsorge. Über 140'000 Personen zählen inzwischen zum festen Kundenbestand.

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