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Zehn Trends für die Zukunft von Emerging-Markets-Anlagen

Seit den Neunzigerjahren hat sich in den Emerging Markets viel getan. Die Inflation, früher ein klassischer Schwachpunkt, ist stetig gefallen, von durchschnittlich 78% im Jahr 1990 auf 5% im Jahr 2020.

Im Auftrag von Capital Group
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Nicht die Schwellenländer der 1990er-Jahre

Die Staatsschulden sind zwar gestiegen – von etwa 45% des BIP 1990 auf 63% im Jahr 2020 –, scheinen aber handhabbar. Dies gilt insbesondere im Vergleich zu den Industrieländern, deren Schuldenstandsquoten 2020 auf über 120% gestiegen sind.[1]

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der zehn Themen, die aus unserer Sicht in den kommenden zehn Jahren für Chancen in den Emerging Markets sorgen werden.

1. Die aufstrebenden Mittelschichten in den Emerging Markets treiben das Wachstum im Flugverkehr an

Vor der Covid-19-Pandemie sind in Asien jedes Jahr etwa 150 Millionen Menschen das erste Mal in ihrem Leben geflogen. In den nächsten 20 Jahren wird erwartet, dass rund 50% des zusätzlichen Flugverkehrs auf die Region entfallen wird[2], angeheizt durch die rasch wachsende Mittelschicht.

2. Die Emerging Markets sorgen für langfristiges Wachstum des Luxusgütermarktes

Da Luxusgüter nicht zu den Grundbedürfnissen zählen, gilt die Nachfrage als konjunkturabhängig. Die Entstehung einer vermögenden Oberschicht in China und anderen asiatischen Ländern in den letzten 30 Jahren hat hier aber für nachhaltiges Wachstum gesorgt.

3. Die Emerging Markets bringen den digitalen Zahlungsverkehr voran

Corona hat den Langfristtrend von der Bargeldnutzung zu elektronischen Zahlungen verstärkt. In China haben der wachsende E-Commerce, die (bis vor Kurzem) förderliche Regulierung und der grosse Zielmarkt für Auftrieb gesorgt.

In Lateinamerika ist Brasilien zwar die grösste Volkswirtschaft, doch gibt es hier vor allem wegen der hohen Gebühren bislang nur wenige Kreditkarten.[3] Der Grund ist das Oligopol der dominierenden Grossbanken. Verbraucher und Unternehmen haben aber jetzt Grund zur Freude. Neue FinTechs entwickeln disruptive Ideen und Lösungen.

4. Wachsende Internetnutzung fördert Mobiltechnologie

Emerging-Market-Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Gaming und soziale Medien haben ihre Technologien weiterentwickelt und lokalisiert. Dabei unterscheidet sich ihr Wachstum von dem der Unternehmen in den Industrieländern.

5. Innovationen werden den Gesundheitssektor der Emerging Markets völlig verändern

In den nächsten zehn Jahren könnten Chinas Biomedizin-Initiativen grosse Auswirkungen auf Anlagen im internationalen Pharmasektor und in China selbst haben. Nach unseren eigenen Schätzungen schliesst China immer mehr zu den USA auf. Bereits heute ist das Land der weltgrösste Arzneistoffhersteller.

6. Die amerikanisch-chinesische Rivalität könnte die Weltpolitik bestimmen

Manche haben es schon fast vergessen, doch vor Corona sorgte der Handelskonflikt zwischen den USA und China für die vielleicht grössten Schlagzeilen in der Wirtschaftspresse. Aber auch im neuen Jahrzehnt könnte das schlechte Verhältnis der beiden Supermächte eines der wichtigsten Investmentthemen bleiben.

7. Wachsende Chancen mit indischen Aktien

Mit seinem Unternehmergeist und vielen gut ausgebildeten Experten sind in Indien zahlreiche Technologieunternehmen entstanden, oft mit viel Private-Equity-Kapital. Um das Wachstum zu finanzieren, setzen immer mehr Unternehmen auf einen Börsengang. Im Erfolgsfall könnten sie damit die digitale Wirtschaft weiter stärken und die indischen Aktienmärkte diversifizieren. Durch neue Unternehmen werden Indiens Aktienmärkte noch vielfältiger. Dominierten bislang staatliche Unternehmen, kommen jetzt immer mehr Privatbanken, Technologie- und Konsumgüterfirmen hinzu.

8. Banken, Versicherungen und Handelsplattformen – das aufstrebende Trio des Finanzsektors stellt die Weichen für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung in den Emerging Markets

Wenn vom Finanzsektor die Rede ist, geht es oft nur um Banken und Versicherungen. So sind jene Versicherungssegmente stark gewachsen, die vor allem von Chinas wachsender Mittelschicht und wohlhabenden Privatkunden genutzt werden. Aber auch Handelsplattformen versprechen stetiges Wachstum und Dividenden. Im Bankensektor wiederum haben in Indien grosse private Institute ihre Gewinne gesteigert und Marktanteile gewonnen. Ihnen könnte es gelingen, einige der schwächeren Wettbewerber zu übernehmen. So setzen einige Banken neue Technologien ein, um im Zuge der Digitalisierung der indischen Wirtschaft schneller über Kredite zu entscheiden und mittels mobiler Apps Kunden auf dem Land zu erreichen.

9. Die rasche Urbanisierung und die steigenden Einkommen dürften Chinas Wohnraumnachfrage steigen lassen

In den 1980er-Jahren lebten 74% aller Amerikaner in Städten. Man rechnet damit, dass es im Jahr 2050 90% sein werden. Auch in China könnte der Anteil der Stadtbevölkerung 2050 deutlich über 90% steigen. In den 1980er-Jahren waren es hier nur 20%[4]. Eine derart rasche Urbanisierung ist beispiellos. Sie bedeutet Chancen für Unternehmen, die attraktive Grundstücke kaufen und sie zu vertretbaren Kosten entwickeln können.

10. Die Frontiermärkte bleiben wegen ihres Wachstums- und Diversifikationspotenzials interessant für langfristige Investoren

Die Frontiermärkte bieten neue Chancen für Investoren, und zwar vor allem im Bereich von Anleihen. Vielen Anlegern sind sie aber noch immer weitgehend unbekannt. Die Frontiermärkte, also die weniger entwickelten Länder, haben nicht nur Nachholbedarf, sondern profitieren oft auch von der demografischen Entwicklung. Vorübergehend wächst die Erwerbstätigenzahl schneller als die Zahl der nicht erwerbstätigen Menschen, was wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand fördert.

Lesen Sie den vollständigen Bericht unter capitalgroup.com/ch/de.

Zur Autorin

Valeria Vine

Valeria Vine

Investmentexpertin bei Capital Group



[1] Quelle: IMF World Economic Outlook, per April 2021

[2] Quelle: Boeing Commercial Market Outlook 2020-2039

[3] Stand: 30. November 2020. Die effektiven Jahreszinsen für Kreditkarten liegen in Brasilien bei fast 300%, obwohl der Kreditzins der Zentralbank deutlich niedriger ist.
Quelle: Brasilianische Zentralbank

[4] Stand: 30. Juni 2020. Die Prognosen dienen nur zur Veranschaulichung. Quelle: Oxford Economics