Technische Analyse

SMI: Der Trend gibt die Richtung vor – aufwärts!

Der SMI hat gezeigt, dass er auch noch Korrekturen vollzieht. Allerdings dauern diese, wie in den letzten Wochen, nur wenige Tage. Trotz fehlender Indikatorenunterstützung ist in der aktuellen Woche mit weiter anziehenden Notierungen zu rechnen. Heute mit einer Einzelwertanalyse Komax.

Christoph Geyer

Wichtige Marken

Widerstandszone (1)
um 9'150 Punkten
Quelle ©ProRealTime.com

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Der SMI ist zum Wochenstart wie erwartet kräftig unter Druck geraten und hat dabei nicht nur die Unterstützungslinie sondern auch die Aufwärtstrendlinien (3 + 3a) durchbrochen. Damit wurde die Wochenerwartung (mindestens Test der alten Widerstandslinie um 10 400 Punkte) bereits zum Wochenauftakt übererfüllt. Der Wochenschluss erfolgte dann wieder knapp über der Widerstandszone bei 10 464 Punkten.

Außer dem Trendbruch (3) hat sich damit die technische Lage kaum verändert. Die Indikatoren geben in dieser Woche allerdings so gut wie gar keine Informationen. Dies ist auch das Bild, das fast alle Einzelwerte zeichnen, bei denen in dieser Woche kaum einer technisch besonders ins Auge sticht.

Alle Indikatoren bewegen sich im neutralen Bereich und selbst der Abstand zur 21-Tage-Durchschnittslinie (8) ist sehr gering.

Der einzige Hinweis auf die weitere Entwicklung in dieser Woche ist das Zurückerobern der flachen Aufwärtstrendlinie (3a). Dieser Stärkebeweis wird in der ersten Wochenhälfte dazu führen, dass der jüngste Topstand um 10 550 Punkte wieder erreicht wird.

Fazit:
Ohne Indikatorensignale ist in dieser Woche lediglich auf den Trend zu achten. Dieser wird den Index an die jüngsten Topnotierungen um 10 550 Punkte führen. Ein Ausbruch über dieses Top ist danach möglich, aber kurzfristig noch nicht sehr wahrscheinlich.

Score-Tabelle SMI

Einzelanalyse zu Komax: Komax mit Kopf-Schulter-Umkehrformation

Quelle ©ProRealTime.com

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Die Aktien des Technologieunternehmens Komax haben eine außerordentlich spannende Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) gebildet. Eine solche Formation steht für eine Wende des fallenden übergeordneten Trends (1). Ein Bruch dieses Trends, kurz nach dem Vollenden des Kopfs (K), ist dabei nicht ungewöhnlich. Solche Formationen kommen nicht allzu häufig vor, haben aber eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit.

Die «Nackenlinie» (2) wurde in der vergangenen Woche im Bereich um 225 Fr. überwunden und hat damit die Formation vollendet. Zum Wesen der SKS gehört aber auch ein «Pull-Back» an oder in den Nackenlinienbereich.

Dazu passt die aktuelle Indikatoren-Lage. Der CCI (3) und der RSI (4) haben Verkaufssignale generiert. Der Abstand zur 21-Tage-Durchschnittslinie hat zwar keinen Extremwert erreicht, ist mit über 5% aber ebenfalls für eine Gegenbewegung nach unten gut.

Die Umsätze (6) haben mit dem Ausbruch über die Nackenlinie angezogen, geben aber bereits wieder nach, obwohl die Notierung noch steigt.

Fazit:
Die übergeordnete SKS deutet auf ein nachhaltiges Ende des Abwärtstrends hin. In den kommenden Wochen ist daher mit steigenden Notierungen zu rechnen. Die kurzfristige Indikatorenlage und das Wesen der SKS sprechen allerdings für einen Rückschlag und damit eine kurze Gegenbewegung nach unten in den Bereich von 220 Fr. Länger als eine Woche wird eine solche Bewegung allerdings nicht dauern.

Marken

Kurs am 28.02.2020 21 Tage - Linie Abstand 21-Tage-Linie MACD Indikator RSI Signal CCI Signal Volumen
20,81 23,28 11.87% zieht noch nach unten überverkauft überverkauft stark steigend bei fallenden Kursen – Ausverkaufssituation

Rückblick Analyse Vorwoche: Also

ALSO hat die vergangene Woche eröffnet, wie es aufgrund der Indikatorenlage zu erwarten war. Im Tagesverlauf rutschte die Aktie um über 3% nach unten.

Der Rückgang führte ALSO bis an die Unterstützungszone, die von den Marktteilnehmern genutzt wurde, um wieder Positionen aufzubauen. Die Verluste vom Montag wurden dann im Laufe der Woche kontinuierlich wieder aufgeholt.

Am Ende blieb ein Wochengewinn in Höhe von 2,65% stehen. Damit hat sich die Aktie im Wochenverlauf besser entwickelt als der Swiss Market Mid Caps Index, der im gleichen Zeitraum 0,28% verloren hat.

Fazit:
Die Indikatoren haben sich insofern verbessert, als dass diese wieder im neutralen Bereich notieren. Ein erneutes Abrutschen ist daher kurzfristig nicht zu erwarten.