Technische Analyse

SMI: Es wird schon wieder steiniger

Nach dem Ausbruch des Swiss Market Index sind die erwarteten Kursavancen nun vollzogen. Eine Korrektur könnte bereits diese Woche anstehen. Heute mit einer Einzelbetrachtung zu LafargeHolcim.

Christoph Geyer

Wichtige Marken

Alte Unterstützungszone (1) Neue Unterstützungszone (2)
zwischen ca. 9'440 und 9'550 Punkten zwischen ca. 10'000 und 10'150 Punkten
Quelle ©ProRealTime.com

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Der SMI hat sich in der vergangenen Woche wie erwartet verhalten - auch wenn der Anstieg nicht so ausgeprägt ausgefallen ist, wie dies möglich gewesen wäre (der Bereich zwischen 10'300 und 10'400 Punkten wurde knapp verfehlt). Entsprechend wenig ausgeprägt war die Gegenbewegung am Donnerstag; lediglich zurück an die Marke von 10'200 Punkten.

Trotzdem bleibt die verbesserte Gesamtsituation durch den Ausbruch bestehen. Kurzfristig dürfte der Weg nach oben aber etwas steiniger werden.

Diese Woche steht im Zeichen sich verschlechternder Indikatoren: Der MACD-Indikator (4) beginnt allmählich nach unten zu kippen, was an seinem Histogramm (Abstand zwischen Indikator und eigener Durchschnittslinie, derzeit grüne Balken) gut zu erkennen ist. Auch wenn die Divergenz (der Indikator hatte zuvor das Top im Index nicht nachvollzogen) inzwischen abgearbeitet worden ist, wird das anstehende Verkaufssignal eine stärkere Wirkung entfalten als die Divergenz.

Der CCI (5) und der RSI (6) haben Verkaufssignale generiert, wobei der RSI noch einmal nach oben gedreht hat.

Der Abstand zur 21-Tage-Durchschnittslinie (7) bewegte sich zuletzt mit über 2% in einer Region, die in den vergangenen Monaten immer wieder zu Korrekturbewegungen geführt hat (siehe Pfeile).

Eine solche Korrektur sollte auch dieses Mal bevorstehen und den Index in den Bereich der Kreuzunterstützung (blauer Kreis) bei ca. 10'150 Punkten führen.

Fazit:
Diese Woche dürfte wegen der Indikatoren zunächst mit leichteren Notierungen starten. Im Unterstützungsbereich um 10'150 Punkte dürfte der SMI jedoch neue Kraft für eine weitere Aufwärtsbewegung in der zweiten Wochenhälfte schöpfen. Der Sprung über die Marke von 10'300 ist anschliessend zu schaffen.

Score-Tabelle SMI

Einzelanalyse zu LafargeHolcim: Parallelen zum Juli

Quelle ©ProRealTime.com

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Ende Juli dieses Jahres (2) hat die Aktie von LafargeHolcim nach unserer Verkaufsempfehlung einen kräftigen Einbruch um über 6% in nur zwei Wochen erlitten. Die Indikatoren haben damals klare Signale generiert.

Die aktuelle Lage ist ähnlich und durchaus vergleichbar mit der Situation von Ende Juli. Der wichtige Unterschied ist aber, dass dieses Mal die Widerstandszone (1) zwischen 49 Fr. und 51 Fr. überwunden werden konnte.

Der CCI (4) und der RSI (5) stehen vor Verkaufssignalen, haben diese aber noch nicht generiert. Auch der MACD-Indikator (6) ist noch einige Tage von einem Verkaufssignal entfernt, beginnt aber langsam nach unten zu drehen.

Das Umsatzvolumen (8) konnte zwar den Ausbruch mit einer Zunahme begleiten, lag in den letzten Handelstagen aber deutlich unter dem Niveau der Ausbruchstage. Die Marktteilnehmer scheinen dem Ausbruch nicht recht zu trauen.

Am auffälligsten ist der Abstand zur 21-Tage-Durchschnittslinie mit über 5%. Dieser Wert liegt deutlich über den Vergleichswerten von Juli und September (siehe Pfeile). In beiden Fällen folgte ein Kurseinbruch.

Auch wenn ein solcher Einbruch wegen der Euphorie des Überwindens der Widerstandslinie um 50 Fr. derzeit nicht unmittelbar ansteht, wird die Luft für Lafarge kurzfristig dünner.

Fazit:
Ein Erreichen der Tops vom April und Mai dieses Jahres um 53 Fr. ist zwar noch möglich, wegen der inzwischen schon sehr fortgeschrittenen Indikatorenlage sollte aber anschliessend mit einer Gegenbewegung bis in den Bereich der Unterstützungszone um 50 Fr. gerechnet werden.

Marken

Kurs am 08.11.2019 21 Tage - Linie Abstand zu 21-Tage-Linie CCI Signal RSI Williams %R MACD Signal
670,5 645,67 3.7 % Topwert seit Anfang Juli Verkaufssignal Verkaufssignal Verkaufssignal zieht noch nach oben

Rückblick Analyse Vorwoche: Mobilezone

Mobilezone ist wie erwartet an der Widerstandslinie gescheitert. Die erdrückende Indikatorenlage war zum Wochenschluss nicht mehr zu ignorieren.

Auch wenn der Rückgang nicht so stark ausgefallen ist, wie dies aufgrund der Verkaufssignale möglich gewesen wäre, hat die Aktie in einer Woche rund 1,8% verloren. Dagegen hat der SMI im gleichen Zeitraum 0,6% zugelegt. Die Aktie hat sich also wie erwartet klar schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt.

Da die Verkaufssignale erst zu wirken beginnen und der MACD-Indikator inzwischen die Verkaufssignale der anderen Indikatoren bestätigt hat, dürfte ein neuer Abwärtstrend begonnen haben.