Technische Analyse

SMI: Jahresendrally? Die Statistik spricht dafür, das Sentiment dagegen

Am Jahresende stellt sich jeweils die Frage, ob es zur Jahresendrally kommt oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Diese Woche sollte zumindest die Unterstützung gehalten werden. Heute mit einer Einzelanalyse zu Huber+Suhner.

Christoph Geyer

Wichtige Marken

Widerstandszone (1)
um 9'150 Punkten
Quelle ©ProRealTime.com

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Der SMI hat sich in der vergangenen Woche im Bereich der Unterstützungslinie (1) um 10'400 Punkte gehalten. Allerdings hätte die Rückeroberung der Aufwärtstrendlinie (3) auch zu einer deutlichen Anstiegsbewegung führen können. Diese ist ausgeblieben, und auch der erneute Versuch einer Anstiegsbewegung am Donnerstag wurde negiert. Der Wochenschlusskurs bei 10'429 Punkten liegt sehr nahe am Unterstützungsniveau.

Entsprechend ist auf die Unterstützungszone zu achten. Der untere Bereich verläuft bei ca. 10'350 Punkten. Dieser sollte gehalten werden, um kein neues Abwärtspotenzial zu eröffnen. Die Stimmung zum Wochenschluss war eher negativ, was sicher auch zum Wochenauftakt noch nicht bereinigt sein wird.

Hoffnung macht die Statistik der vergangenen Jahre. So konnte in 24 der letzten 29 Jahre eine Jahresendrally beobachtet werden. Diese begann meist um den 15. Dezember. Auch oder gerade weil dies im vergangenen Jahr nicht der Fall war, stehen die Chancen in diesem Jahr statistisch betrachtet nicht schlecht für eine solche Rally.

Fazit:
Zum Wochenauftakt wird der Markt mit der Unterstützung um 10'350 Punkte zu kämpfen haben. Die Statistik lässt für die letzten Handelstage des Jahres aber auf einen freundlichen Abschluss hoffen.

Score-Tabelle SMI

Einzelanalyse: Huber+Suhner muss korrigieren

Quelle ©ProRealTime.com

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Die Aktien des Herstellers von technischen Verbindungslösungen haben in den vergangenen beiden Wochen mit gut 15% Gewinn auf 77.10 Fr. einen rasanten Aufwärtstrend vollzogen. Dabei ist die Aktie in einen massiven Widerstandsbereich (1) vorgedrungen.

Die Indikatoren CCI (3), RSI (4) und Williams (5) sind im überkauften Bereich und drehen nach unten. Verkaufssignale stehen somit unmittelbar bevor. Der MACD-Indikator (2) beginnt ebenfalls abzukippen und wird die Verkaufssignale der anderen Indikatoren im Laufe der Woche bestätigen.

Besonders auffällig ist der Abstand zur 21-Tage-Durchschnittslinie (6). Ein Abstand von über 7% des Kurses zur 21-Tage-Durchschnittslinie bedeutete in den letzten Monaten immer, dass eine Korrekturbewegung bevorstand. Eine solche wird auch dieses Mal erfolgen.

Hinzu kommt, dass am Freitag eine Umkehrformation in Form eines Shooting Stars (7) gebildet wurde. Diese Formationen haben eine besonders hohe Trefferquote.

Fazit:
Das Gesamtbild mit Shooting Star, Abstand zur Durchschnittslinie und die überkaufte Indikatorenlage sprechen für eine Korrekturbewegung in Huber+Suhner, die bis in den Bereich des Tops von Anfang November bei ca. 72 Fr. führen könnte.

Marken

Kurs am 28.02.2020 21 Tage - Linie Abstand 21-Tage-Linie MACD Indikator RSI Signal CCI Signal Volumen
20,81 23,28 11.87% zieht noch nach unten überverkauft überverkauft stark steigend bei fallenden Kursen – Ausverkaufssituation

Rückblick Analyse Vorwoche: Komax

Komax hat sich zum Wochenbeginn genau so verhalten, wie man es von der Aktie erwarten konnte. Der Kurs korrigierte nahezu exakt an den Ausbruchsbereich (Nackenlinie der Kopf-Schulter-Umkehrformation). Anschliessend stieg der Wert wieder an.

Damit ist die Schulter-Kopf-Schulter-Umkehrformation vollendet. Zum Wochenschluss konnte Komax sogar den Widerstand bei 240 Fr. überwinden. Auch wenn die Indikatoren noch immer im überkauften Bereich notieren, dürfte der Weg nun weiter nach oben gehen.

Während der Swiss Market Mid Caps Index nur 0,1% im Wochenverlauf gewinnen konnte, hat Komax im Wochenvergleich die Kopf-Schulter-Formation bereits nutzen können und über 4% zugelegt.

Kurzfristig sollten aber Schwankungen einkalkuliert werden, da die Widerstandsmarke als auch der Abstand zur 21-Tage-Durchschnittslinie bremsen können.

Die nächsten Wochen ist aber eindeutig mit positiven Vorzeichen zu rechnen.